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Credit: Lehrbuch der speziellen pathologischen Anatomie. Source: Wellcome Collection.
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![Grobe Durchbrüche tuberkulöser Herde in Venen sind selten. Verf. sah Miliartuber- kulose nach einem über 1 cm weiten Durchbruch einer erweichten, sich in die Jugulans int. dext. hineinwölbenden Halslymphdrüse; der Fall betrat ein 26j. Weib. In einem zweiten Falle eines 21j. Mannes fand sich ein über erbsengroßer käsiger Knopf mit ulceröser Oberfläche, der in das Lumen der Jugul. int. sin. hineinragte und von der Wand einer erweichten, in Kirschgröße ausgehöhlten, käsigen Lymphdrüse ausging, die mit der Hinterseite der Vene verwachsen war. b) Syphilis. Von praktischer Wichtigkeit kann die bei syphilitischen Neu- geborenen gelegentlich vorkommende Entzündung (zellige Infiltration und seröse Durchtränkung) der Venen eventuell auch der Arterien der Nabelschnur (vgl. dort) sein. Häufiger findet man Phlebitis und Periphlebitis in spezifisch erkrankten Organen, so in der Leber (s. dort). Selten sind gummöse Veränderungen (StöcMin) großer Venen. Chiari vermutet einen syphilitischen Ursprang für die von ihm beschriebenen tödlichen Fälle von selbständiger Phlebitis obliterans der Hauptstämme der Venae hepaticae (s. dort). Nach den Untersuchungen von Rieder treten in den verschiedenen Produkten der Syphilis Venenveränderangen, Pen-, Meso- und Endophlebitis, teils zelliger, teils fibröser Art, stark hervor, so z. B. neben Lymphangitis schon im Ulcus durum, ferner auch bei syphilitischen Mastdarmstriktaren. Endarteriitis kann dagegen relativ zurücktreten (vgl. auch Äbramow). — Nach Hoffmann kommen bei der sekundären Syphilis eine strangförmige und eine nodose Phlebitis vor; erstere besteht hauptsächlich in einer Verdickung von Media und Intima, letztere in einer durch zahlreiche (den Langhansschen vielfach gänzlich gleichenden) Riesenzellen charakterisierte und meist mit Thrombenbildung einhergehende Periphlebitis. Auch das im Sekundär- und Tertiärstadium auftretende Erytheme: nodosum et multiforme syphiliticum geht wahrscheinlich (Markus, Hof/mann) von subcutanen Venen aus. — [Lit. über Venensyphilis s. bei Ziegler (Realencykl. von Eulenburg III. Aufl.), ferner bei Thorel, E. IX. 1904, und Blumen- feld, Derm. Centralbl. VII. Jahrgang, Thibierge u. Raraut (Spirochätennachweis) u. s. Phlebitis migrans bei Schwarz.] III. Erweiterung der Venen. Es gibt zylindrische oder spindelförmige, Serpentine und cirsoide diffuse Erweiterungen, Phlebektasien, und sackartige, tonnen- oder knotenförmige partielle Dilatationen, welche Varicen heißen (Fig. 73). Die verschiedenen Formen gehen ineinander über. Die varikösen Knoten können erbsen- bis hühnereigroß werden. Anfänglich nur überdehnt, zeigen die erweiterten Venen später meist eine durch Bindegewebswucherung veränderte Wand. Die Bil- dung eines sackförmigen Varix setzt immer eine besondere lokale Nachgiebig- keit der Wand voraus. Durch die sekundäre chronische, mit Bindegewebs- produktion einhergehende Phlebitis werden die elastisch-muskulösen Wand- teile mehr und mehr vernichtet resp. substituiert. Auch Entzündungen der Umgebung können auf die Venenwand übergehen und dieselbe dadurch zu Ektasien geneigt machen. B. Fischer sah in den Wänden ektatischer Venen neben starker Neubildung zellreichen Bindegewebes heftige Zerstörung der elastischen Fasern, und erblickt mit Comü und Jores in solchen entzündlichen Veränderungen, in einer chronischen Phlebitis, das primäre ursäch- liche Moment für die Ektasie. Doch ist Ziegler der Ansicht, daß es sich hier vielmehr um sekundäre Prozesse an bereits erweiterten Venen handelt. Auch wir möchten glauben, daß man hier Ursache und Wirkung verwechselt und daß eine durch die höhere mechanisch- funktionelle Inanspruchnahme der Venenwand, wie sie bei Stauung besteht, direkt veranlaßte](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21018169_0110.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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