Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![grünen Inseln so fremdartig aussahen für das Auge der Grie- chen, das an nordische Strandöde gewohnt war. Auch hierzu fand sich dann wieder eine wenn auch bescheidene Parallele in den Schorabüschen im Nordteile des Roten Meeres. Besonders der längere, friedliche Aufenthalt im Lande des Taxiles bot den Griechen reiche Muße, sich in Indien und seine neue, bunte Welt einzuleben; der Bau der Flotte aus den großen Himalayatannen führte sie in die Wälder der Bergregion, so dicht und gewaltig, wie sie keine vorher gesehen. Diesem Frieden in Feindesland verdanken wir das Beste über indische Pflanzenwelt in griechischer Sprache. Unschätzbar war es, daß Alexander der Große selbst in edlem Forschersinne dafür sorgte, daß wissenschaftliche Beschreibungen dieser neuen Welt erstanden; er ließ sich immer von den gewissenhaftesten Beobachtern über die neuesten ethnographischen, geographischen, zoologischen und botanischen Tatsachen berichten. Wie seine Bematisten ein möglichst zuverlässiges Bild der durchzogenen Länder- strecken entwerfen mußten, so häufte sich nebenbei auch eine ganze Menge feiner und sorgfältiger Beobachtungen über Flora und Fauna an; alles das wurde in dem Werk des Generalstabs gesammelt. Diese wissenschaftlichen Be- richte lagen nach Gründung des Weltreiches im Reichsarchiv zu Babylon, wo nachweislich Patrokles bei seiner Mono- graphie des Kaspischen Meeres noch die Originale benutzt hat. Wir verdanken Strabo (II C 69) diese wichtige Kunde: oube touto öe aTuÖavov xou TTaxpoKXeou^, öxi (pi^cri xou<; ’AXe- Havöpuj aucrxpaxeuaavxa^ eTnbpojuaöriv icrxopfjcrai eKacrxa, auxöv be AXeHavöpov aKpißducfai, dvaYpaijjavxaiv xf]v öXr|v xwpav xüuv egTTeipoxdxu)v auxuj* xrjv ö’ dvcxypacpriv cxuxuj boGfjvai cpr|Oiv uaxepov uttö EevoKXeoix; xou jalocpvXaKoq1. Wenn auch nicht jeder so glücklich war, wie Patrokles diese wertvollen Originale2 benutzen zu können, so waren die wichtigsten Teile doch durch Auszüge, uirogvfigaxa, zu- gänglich, die in Babylon für die gelehrte Welt angefertigt und auch wohl verschickt wurden. Leider sind die kostbaren Stücke verloren, und ihr Verlust ist um so empfind-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0011.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)