Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![fielen, als die bloße Größe. Daraus erwächst, wie sich das schon bei der Mangrove so klar nachweisen ließ (vgl. qXiKOi TrXdxavot Kai atyipoi o. S. 45) die Berechtigung, den Vergleich weiter auszudehnen, als der Wortlaut zunächst es zu gestatten scheint. Von den Lücken ist nur pestilens des Plinius auf dem Wege der Rück- übersetzung ins Griechische einigermaßen auszufüllen. Dem Worte pestis bei Plinius entspricht in Theophrast qpövoq, wie nat. hist. XIII § 118 zeigt, wo statim pestem denuntians das griechische öZiei b£ betvöv ujcnrep qpövou wiedergibt (hist. pl. III iS, 13). Diese griechischen Worte wären aber zugleich auch die Rückübersetzung von pestilens an unserer Stelle — Theophrast sagt z. B. hist. pl. VI 4, 6 ganz ähnlich: bi’ ö Kai qpövov evtot KaXouai xqv &Kav0av xauxqv exei b£ Kai xf]v Ö0|uf]v betvrjv i<ai qpovtubri — und denkt man daran, wie leicht das Ende dieser Wendung ibcnre < p qpövou > an fmqpavoc; anklang, das vorhergeht, so begreift es sich schon, daß einst der Blick des Lesers die eine Zeile mit dem gleichlautenden Endwort überspringen konnte. 290 46 Ich habe Blätter von Paeonia officinalis (Pfingstrose), die doch zusammengesetzt sind, mit Lorbeerblättern aus Triest zusammengelegt, dann wieder ein einzelnes Fieder-Blättchen von Paeonia mit einem Lorbeerblatt: die Ähnlichkeit ist groß. 291 47 A. S. Oersted, Remarques pour servir ä l’interpretation de la plante celebre mais aujourd’hui disparue qui etait connue dans l’antiquite sous le nom de Silphium. Copenhague, imprimerie de Bianco Luno par F. C. Muhle, 1869. (Im Resume du Bull, de la Soc. Roy. Danoise des Sciences.) Vgl. auch das Referat von Ascherson in der Botanischen Zeitung, 27. Bd., 1869, S. 531. 4S Das erinnert, wie so viele Punkte bei Scorodosma, lebhaft an Theophrasts Worte über das ehemalige Scorodosma der Kyrenaika hist. pl. VI 3, I: ctpa pev ouv tuj ?qpi tö pdcrrrexov xoüxo dcpiqoiv, ö Kaöaipet xa Ttpößaxa Kai iraxuvei oqpöbpa, Kai xd Kpea ©aupaaxa uoiet xr| fibovf). Sonst scheint es gefürchtet zu sein: bi’ ö Kai öttou < > utttoi, xouxouq öqpuXaxxov bla X6lPUJV heißt es § 12 für Scorodosma von Herät, und für das Scorodosma in Kyrene ist bekannt, daß die mit Kamelen eindringenden Libyer diese ihren Kamelen den Tod bringende Pflanze ausrotteten. Wie das persische wirkte (et xi qpdyot, eva'rroövqOKei § 12), so auch das afrikanische (Strabo XVII C 837 Schluß): ejjuq b’ r)X0e xoü eKXnretv, ÖTreX0övxtuv xujv ßapßdptuv Kaxa ex0pav xivd Kai qp0eipdvxu)v xaq piZiaq xou qpuxou1 eioi be vopabeq: sie zerstörten es, da es ihre Herden vergiftete. Ähnlich ist heute noch die Driaspflanze (sie hat sonst nichts mit Silphion zu tun) von den Arabern sehr gefürchtet; auch sie legen ihren Kamelen Maulkörbe an. 292 49 Chardin, Voyages en Perse, Bd. IV S. 37. 50 Borszczow, Die pharmazeutisch-wichtigen Ferulaceen der Aralo- Kaspischen Wüste (In den Memoires de l’Acad. imp. des Sciences de St. Peters- bourg, 1860, Bd. III nr. 8). 51 Arr. ind. 33. In diesem letzten Abschnitte hat das Pilotenbuch Nearchs, wie Arrian es zusammenstrich, einige kleine Bemerkungen über die Landschaft 24*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0379.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)