Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![sie aus Mangroveholz, das im Meerwasser unverwüstlich ist, wie moderne Beobachtungen36 bestätigen. Solches Holz, namentlich von Avicennia officinalis L., benutzten schon die Einwohner von Tylos-Bahrein zu Androsthenes’ Zeit: ev TuXw be tv) vijauj xr) irepi xijv ’Apaßiav eivai xi qpaai HuXov, eH ou xd -nXoia vauirriYOuviai, die noch heute gebräuchlichen kleinen Boote zur Schiffahrt über die seichten Bänke nach der Küste Bahrein, jetzt (Pelly) meist aus Bambusinternodien. touto öe ev pev lij GaXaxxv] crxeööv darjTrxov eivai * öiapevei pap eir) TiXeiui f) biaKÖcna Kaxaßu0i£öpevov * eav be e£uu, xpoviov pev, Ganov be cniTieiai (hist. pl. V 4, 7)37. Diese Schilderungen von tiefstem Ebbe- und höchstem Flutstande geben die Hauptzüge wieder, die Schimper so darstellt38: ,,Zur Flutzeit sieht man vom Meere aus lebhaft grüne, bald dicht aneinanderschließende, bald gleichsam als Vorposten einzeln sich erhebende Laubkronen diesseits der Strandlinie aus dem Meere hervorragen (Fig. 215). Zur Ebbe- zeit ist der Boden, soweit die Mangrove reicht, vom Meere entblößt und stellt einen blauschwarzen Schlamm dar, aus welchem die Bäume auf kurzen, aber von hohen Stelzwurzeln getragenen Stämmen sich erheben (Fig. 216)“. Weiter berichtet uns Nearch bei Theophrast: ä\\a ö’ ev auTf] Trj GaXdxip TreqpuKevai § 5, wozu dann Schimper sagt: „Am äußern Saum der Mangrove bleiben oft die Stelz wurzeln auch zur Ebbezeit unterWasser, so daß diese weitesten Vor- posten nie frei werden. Zu diesen gehören auch die jüngern Entwicklungsstadien; als schmale Zone ausgebildet, sind sie hinausgeschoben ins Meer, sie kann man zur Flutzeit in der Tiefe des Wassers erblicken.“39 Sie sind junge Keimpflanzen der alten, fruchttragenden Bäume, vor denen sie jenen schmalen Gürtel einnehmen, wie schon die griechische Wissenschaft nachwies: xö be öXov cev xö jevo<; eivai xujv x1 ev xrj GaXdxxr) cpuojuevwv Kai xujv ev xr) pr) uttö xrj^ TiXripupibos KaxaXapßavopevuuv (§ 6). Hübsch sind die jüngsten Stadien in den Worten geschildert, etwa von Avicennia-Keimlingen: Kai xd pev ev xv) GaXdxxp piKpd Kai qpuKuubri; die sonst so leb- haft grünen Blätter sind an den kleinsten mit gelblichbraunem](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)