Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![2. Die Charakterpflanzen der Mangrove. 1. Avicennia officinalis L. Die Bestimmung beginne mit der auch den Griechen bekanntesten, dritten Art; es ist Avicennia officinalis L., die Charakterpflanze der N. W. Mangrove. Festen Anhaltspunkt gibt hier: mpiröv öe exei ttoXuv öpoiov [tuj xpwpan] touc; djuuybaXaiq eHuuGev, tö 6’ evxöc; auveXiTTeiai KaÖaTiep auvripTruuevov ttuHiov44. So sieht nur die eben abfallende Frucht von Avicennia officinalis L. aus, der Verbenacee; ausgereift hat sie die charakteristische Gestalt einer Mandel. Von einer später aufspringenden, lederartigen, grünen Fruchtschale umhüllt, ist sie von beiden Seiten her zusammengedrückt, oben spitz, unten mit dem abgerundeten Ende dem Fruchtstiel auf sitzend. Ihr innerer Bau ist den Griechen bekannt: „im Innern sind (die Keim- blätter) zusammengefaltet und schließen fest zusammen, übereinandergreifend“ beschreibt umständlich, doch anschau- lich die beiden großen, zusammengeklappten Keimblätter, die den untern Teil des Keimlings umhüllen. Unabhängig von den Griechen hat Forskäl für die Avicennia des Roten Meeres die gleichen Worte: semen unicum, magnum, com- pressum, ovato-mucronatum,margine convexum,tomentosum, cute carnoso-coriacea; interne cot}dedonibus duobus, carnosis, rigidis, versus eundem marginem complicatis (cruv- eXiTTeiai tö evxöc;), uno extra alte rum (KaGoorep cruvripiripevov), punctatis, reniformibus 45. Instruktiv sind hierfür die Abbildungen bei Karsten Tafel VIII 112—118; auf Tafel 6 in Schimpers Strandflora ist die Faltung der Keimblätter so stark, daß die seitlichen Ränder vorn sogar tibereinandergreifen. So bezeichnet KaGorrep auvripirifievov, schärfer46 als sonst gefaßt, das enge Um- schließen der inneren Teile der Frucht: von diesen preßt jeder äußere den zunächst nach innen folgenden fest zu- sammen. Im Querschnitt sieht man das am besten; da greift das äußere Keimblatt um das innere, dies um das Hypokotyl: cotyledonibus versus eundem marginem complicatis, uno extra alterum, wie Forskäl ja auch sagt47.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0049.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)