Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![dvbpaxXr] Kai Tr) juopqpfl Kai toiq qpuXXoi^. Nach den zahlreichen Abbildungen der verschiedensten Varietäten von A. offi- cinalis die ich durchgesehen, schwankt die Gestalt der Blätter zwischen äußerster Ähnlichkeit mit dem Laubwerk der Oliven und des Lorbeers, wie auch Schweinfurth (S. 247) bestätigt, und der eirunden Form der Blätter von avbpdxXri (.Arbutus Andrachne L.). Dieser am ähnlichsten, so daß die Trefflichkeit des Vergleichs überrascht, waren die indischen Formen, wie die bei Wallich in den Plantae asiaticae rari- ores (271) abgebildete; sie erinnerte in ihren breiten Formen sofort an Exemplare der Arbutus Andrachne L. von Cypern (Kotschy), Smyrna (Balansa) und Gebüschen in Euböa (Spruner), die ich mir im Herbar des Straßburger Bo- tanischen Instituts angesehen hatte. Rheede51 schildert sie als folia geminata, oblongo-rotunda, crassa, densa, glabra, nitentia, superne viridia, inferne subcinerea, inodora; costa media in adversa parte alte extuberans, e qua plures exiles nervuli superiora versus excurrunt. Seine Abbildung von Avicennia ist auch für die Gestalt vollständig ausgereifter Fruchtstände instruktiver als alle sonst; tab.45mit den dichten, traubenartigen Fruchtständen ist die beste Erläuterung der griechischen Worte Kapiröv be e\ei ttoXuv öjuoiov xai£ aguy- baXai<; eHuuÖev, da hier in einem Büschel etwa ein Dutzend der mandelartigen Früchte gehäuft sind. Rheede’s Worte sind das Gegenstück zum Bilde; auch er vergleicht sie, unabhängig von der griechischen Wissenschaft, mit Mandeln: pari fertilitate (ttoXu^) floribus fructus succedunt, coniformes ac plani, cum cuspide in vertice, cortice viridi, crasso, car- noso ac pulvinato tecti, amygdalae in modum. Für die Größe der Bäume findet sich in Rheede eine genaue Bestimmung. Ist es nur natürlich, wenn Avicennia an der Nordgrenze ihres Verbreitungsbezirkes nicht die im- posante Größe der indischen erreicht, so liegt Karmanien doch immerhin noch südlich genug, um stattliche Formen hervorbringen zu können. Fürs Rote Meer allerdings fand Schweinfurth erst südlich von Durrur (20° NB) ausge- dehntere Gehölze häufiger; bei Massaua und im Dahlak-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0052.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)