Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![wußte da nichts Bestimmtes. Doch wird die Zweiteilung, wie wenig tief sie botanisch auch gehen mag, aufrecht er- halten; fi (iiev-fi öe trennt scharf: ecru öe fi pev ödqpvi] öjuoia Tr} dpia, f] öe eXaa tuj qpuXXw. KapTröv öe ex€l ü eXda napa- TrXt}aiov iai<; eXaaig * dqpii'jcri be Kai öaKpuov, e£ ou oi iaxpoi qpappaKOV evaijuov cruviiGeacnv, ö yiveiai oqpöbpa djaGov62. Die Stelle bedarf der Heilung; falsch ist dpia. Doch weisen auch da die arabischen Quellen den Weg. Wichtig wird zu ihrer Wiederherstellung die Tat- sache, daß Avicennia in Qosser allein wächst; denn nach Schweinfurth hat sich Rhisophora mucronata bisher im Roten Meere nur bei Massaua und im Dahlak-Archipel ge- zeigt, ist also in der Höhe von Koptos, für Qosser, aus- geschlossen. Schon deswegen muß hier ödqpvri ebenso wie eXda Avicennia sein, doch läßt sich das noch anderseits erweisen. Nähere Beschreibung wird leider nicht gegeben, indes liegt in ,bdqpvif schon genug. Die oberseits glänzend- grünen, lanzettlichen, breiten Blätter mit dicker Hauptader erinnern täuschend an den Lorbeertypus. Forskäl beschreibt sie fürs Rote Meer als ,lamina foliorum lanceolata, integra, acuta, plana, nitida, rigida, viridiak das ist Lorbeer, Öpoiov baqpvrp Die Tracht des Baumes dagegen, die silberweiße Unterseite der Blätter, die man vom Spiegel des Meeres aus bei einer Bootfahrt stets vor Augen hat, die schlanken Gabeläste, selbst der graue Stamm erinnert immer wieder mit seiner hin- und hergewundenen Form an den Ölbaum; Forskäl: caulis saepe arboreus, cortice laevi, olivaceo, interdum frutex altitudine sex ulnarum, crassitie bracchii. Auch die lederartigen, runden, grünen Früchte lenkten die Gedanken auf die Olive; darum heißt Avicennia bald bdqpvri, bald eXda. Endlich bekommen wir für das bdKpuov auch von arabischer Seite her unabhängige Überlieferung. Daß Avicennia wirklich dieses Sekret ausscheidet, ist in der neuesten Literatur vielfach bezweifelt worden; pharmazeutisch ist es bisher ununtersucht. Entscheidend gegen die Identifikation mit Avicennia ist dies darum aber noch nicht. Gesichert ist Avicennia auch von arabischer Bretzl, Botanische Forschungen des Alexanderzuges. 4](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)