Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![ecrrriKev uttö tüüv pi£wv üücrnep ttoXuttou<;, gilt von ihr in vollem Maße. Zum Bilde der Wachstumsbedingungen tritt die aus- führliche Schilderung des Baumes selbst: exeiv be tö bevbpov qpüXXov pev öpoiov ir) bdcpvip dvöoq be toi<^ ioi£ Kai tüj xpwpan Kai irj öapp, Kapuöv be f]Xikov eXda Kai toutov eüuubri crcpobpa1 Kai xa pev cpüXXa ouk aTioßdXXeiv, tö be av0o<; Kai töv Kapuöv dpa tüj cpGivoTKjüpuj yive(X0ai, tou be eapo<^ auoppeiv 68. Mit ausgesprochener xerophiler Struktur, zeigen die Blätter die glänzend-dunkelgrüne, starre Lorbeerform; sie sind lanzettlich, mit einem kräftigen Hauptnerv und schwachen Seitenadern, also echt öpoiov bdcpvr|. Die Blüten sind an Gestalt und Duft den ia ähnlich, i'ov bei Theophrast, ohne Zusatz, ist das XeuKÖv i'ov69, Matthiola, und weist auf eine Blüte vom vierblättrigen Typus, mit vier übers Kreuz stehenden, wagerecht ausgebreiteten Blättern und aus- gesprochenem Wohlgeruche. Solange der Fruchtknoten in der Rhisophoren-E\ü.iQ nicht zu groß geworden ist, trifft der Vergleich überraschend: beide haben vier kreuzweis stehende, weiße, von den Rändern nach innen zu etwas kon- kave, duftende Blütenblätter, die erst später bei Rhisophora rötlich werden. Rheede70 arbeitet unabhängig die Züge noch feiner aus: flores e calyce crasso, rigido, quater insecto (auch der mit den Blütenblättern alteimierende, vierblättrige, derbere, graue Kelch ist bei beiden ähnlich), bini et bini erumpentes, candidi, postea tarnen rubescentes; constant hi quattuor ex oblongo-angustis, cuspidatis, circa oras lanuginosis hirsutisque petalis, in calyce farina alba quasi conspersis (sov auch bei Matthiola der Kelch grau). Ihr Duft: odor quamvis debilis, non equidem ingratus71. Die Beobachtung der Frucht Kapuöv be pXikov eXda Kai toutov euuubp crcpöbpa wurde in dem Augenblicke gemacht, als eben die ersten Früchte ausgebildet waren, aber noch ehe sich in ihrem Innern das Leben des Keimlings regte und sie vivipar wurden. Schimper schildert sie in diesem Zustande als lederartige Schließfrucht, etwa von der Größe einer Haselnuß. Sie konnten die Griechen nur in nächster](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0066.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)