Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
Licence: In copyright
Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
88/424 (page 80)
![noch sehr nahe. Darum mußte uns ihr Bild bei Aristobul sofort an das üppige Gedeihen von Mangrove in den Tropen erinnern. Von Mangrove am Indus spricht, wie wir (S. 32) sahen, in der Alexanderliteratur kurz noch Megasthenes. Er gibt sie für das indische Meer an. Neu ist das nicht; wir haben ja Theophrast. Mangrove an der Küste des Persischen Golfs kennt Eratosthenes 90. In erster Linie ist hier der Golf gemeint, wenn auch f] epuGpa weiter zu fassen wäre; die Stellung unter TTepcriKÖ^ köXttcx; und die Schlußworte Tiepi pev ouv Trjc; Koiia TTepcra^ GaXarrriq sprechen für die Einschränkung. Neu ist auch das nicht; der Verzicht auf die Küste Gedrosiens ist berechtigt, denn nur im äußersten Ostende nach dem Indus zu und im äußersten Westen gegen Karmanien hin zeigt sich in Belutschistan Mangrove. Doch kennt Era- tosthenes die Avicennien des heutigen Roten Meeres, die er mit dem dort allbekannten Namen eXaia auch für den Golf einführt. Als Meerwunder hielt sich Mangrove bei Posidonius unter den Worten bevöpuuv eKcpuaei^* TroXXotxis be mi ava- cpucrfipaia yivexai Trupöc; ev irj GaXanp Kai Tirpfduv avaßXucreis Kai TTOTapüuv exßoXai Kai bevöpuuv excpucxeiq... TroXXai T€ dpnuüTeis XefovTai91. Das selbständige Wissen von indopersischer Mangrove schloß gleich mit Theophrast. Aber schon zur Ptole- mäerzeit erwuchs abseits ein neues Studium dieser wunder- baren Formation, diesmal vom Roten Meere aus. Je in kleinen Strichen gezeichnet, doch hübsch und brauchbar, schließen sich diese Neuforschungen (s. o. S. 48 f.) zu einem eigenen Abschnitte, der Mangrove des Roten Meeres, zusammen. II. Plinius’ Bearbeitung der Mangrove. Bei Plinius ist Selbständigkeit und neue Forschung in der indopersischen Mangrove nicht zu finden; man wird sie hier ja auch nicht suchen. Unsere Aufgabe kann so nur die sein, zu zertrennen, was er oft in anderer Richtung, als das Original es bot, uns schwer sichtbar zusammengewoben hat. Dies als einziger Gesichtspunkt zwingt, seine Stellen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0088.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)