Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen.
- Hugo Bretzl
- Date:
- 1903
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Credit: Botanische Forschungen des Alexanderzuges / von dr. Hugo Bretzl, mit elf Abbildungen und vier Kartenskizzen; gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellscahft der Wissenschaften zu Göttingen. Source: Wellcome Collection.
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![Charakter des Landschaftsbildes ist, erst in zweiter Linie kommt dann die dem Griechen allerdings so auffällige Blüte- zeit im Herbste und Fruchtreife im Frühjahr. Im nächsten Satze aXXa ö’ ev auTij xij GaXartq Trecpuxevai erinnert Plinius der in aXXa geforderte Gegensatz wieder daran, daß oben schon die Einwirkung der Flut auf solche Bäume geschildert wurde, die nicht immer mit ihren Wurzeln im Meeresspiegel bleiben; es geschah dies damals in den Worten: aupßaiveiv öe Ö0’ f] TiXripupic; erceXGoi, die er mit der dann kommenden Beschreibung aus verschiedenen Gründen, vor allem wegen seiner Übertreibung gleich am Anfang des Paragraphen, damals notgedrungen hatte fallen lassen. Aber jetzt drängt sich zum zweiten Male der Gegen- satz auf, unabweisbar diesmal; zugleich will Plinius die hübsche Schilderung doch nicht ganz aufgeben. So bringt er sie denn jetzt, zur Vermeidung der stilistischen Schwierig- keiten in kleine Sätze aufgelöst, ohne scharf hervorzuheben, daß die Flut es ist, die diese Wirkung ausübt, — das er- fahren wir nur beiläufig: cum recessit aestus —; sonst sagt er allgemein und unbestimmt mare integit: harum minores totas integit mare — Ta pev aXXa xaTaxpuTTTecrGai öXa, worin er statt aXXa aus dem folgenden p€Yicmjuv sein minores ge- nommen hat; maximarum cacumina exstant — tujv be (LiefiOTiuv urrepexeiv tou<; xXabou<;. Theophrast denkt dabei an die Baumkronen, so daß bei den höchsten die Flut nur den ganzen freien Stamm benetzt, während auch die untersten Zweige frei über dem nahen Spiegel sich ausbreiten, wie es tatsächlich geschieht; Plinius nimmt xXaöot, was dem Worte nach allerdings auch möglich ist, für die kleinen Zweiglein und meint dann nur die Gipfelzweige: damit wird aber seine Darstellung falsch, denn für ihn ist beinahe die ganze Laubkrone zur Flutzeit submers. Und doch war an Zweiglein nicht zu denken: ad quae naves religantur — et ujv Ta Trpuiuvricna dvanTeiv; das ist nur möglich an den dicken, unteren Ästen; et cum recessit aestus, ad radices — eiG’ ÖT6 TrdXiv d|UTUJUTi<; yivoito, ex tujv pi£wv. Beim Lebensbild der Mangrove war die für das Ver-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2486903x_0093.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)