Zur Lehre der Lokalisation in der Grosshirnrinde des Kaninchens / von Franz Nissl.
- Franz Nissl
- Date:
- 1911
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Credit: Zur Lehre der Lokalisation in der Grosshirnrinde des Kaninchens / von Franz Nissl. Source: Wellcome Collection.
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![Der Vergleicli der Fig. 4, ö, ü und 7 zeigt, daß die iniiersle Scliicld (VI), die sich als ein diitdcler Streifen von dem hellen Streifen der fünften Schicht und anderseits vom Marke deutlich abhebt, in den vordersten und dorsalen Teilen der isolierten Hemi- sphäre kaum als solche zu erkennen ist. in den hinteren Par- tien der Hemisphäre jedoch, insbesonders gegen das Schläfen- gebiet zu, wird dieser Streifen wieder deutlicher und hebt sich z. B. in area 20, Fig. 7 von dem hellen Streifen der Schicht V und der degenerierten Marke sehr deutlich ah (vgl. auch Fig. 10 mit Fig. 24). In den folgenden Abbildungen werden Rindenquerschnitte aus verschiedenen Regionen bei stärkerer Vergrößerung dar- gestcllt. Ich hielt es für zweckmäßig, die entsprechenden Quer- schnitte der Hirnrinde eines neugeborenen Kaninchens aus den- selben areae neben denjenigen der isolierten und nicht iso- lierten Hemisphäre ahzubilden. Die Figuren aus der Rinde des neugeborenen Tieres sind allerdings viel zu dicken Schnitten entnommen. Allein hier interessieren uns weniger histologische Einzelheiten als vielmehr die Cytoarchitektonik. Es kam mir vor allem darauf an, möglichst direkt vergleichbare Figuren nebeneinander zu stellen. Es zeigen daher die nun folgenden Bilder die gleiche Schnittdicke (15 p und die gleiche Ver- größerung26) [26 X]). Sind zwar die äußeren Verhältnisse derart, daß man die nebeneinander gestellten Bilder aus einer be- stimmten area direkt vergleichen kann, so ist es nach der Sachlage nicht möglich, völlig identische Querschnitte ,aus einer bestimmten area sowohl der Rinde des neugeborenen Tieres wie der Rinde der isolierten und nicht isolierten Seite nebeneinander zu stellen. Man möge sich nur erinnern, was ich über die Folgen der immer eintretenden Gesamtatrophie der isolierten Hemisphäre und den dadurch bedingten Lage- verschiebungen gesagt habe. Allerdings bietet die Cytoarchi- tektonik der isolierten Rinde — denn diese bleibt trotz aller Zellausfälle und trotz des gelegentlichen Zusammenrückens der nicht ausgefallenen Zellen erhalten — wichtige Anhaltspunkte zur Bestimmung der Örtlichkeit. Aber — und das ist der springende Punkt — die Cytoarchitektonik selbst läßt uns bei -®) Die Bilder Fig. 8 bis Fig. 38 sind mit Zciß-Planar l: 4.> Ser. la, Nr. 4, R. 75 mm, Blende 6, bei 225 cm Objcklivabslaiid aufgenommen. ■3t ' I](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22470426_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


