Grundzüge der Hygiene : unter Berücksichtigung der Gesetzgebung des Deutschen Reichs und Oesterreichs; für Studirende an Universitäten und technischen Hochschulen, Aerzte, Architekten, Ingenieure und Verwaltungsbeamte.
- Wilhelm Prausnitz
- Date:
- 1892-1912
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Credit: Grundzüge der Hygiene : unter Berücksichtigung der Gesetzgebung des Deutschen Reichs und Oesterreichs; für Studirende an Universitäten und technischen Hochschulen, Aerzte, Architekten, Ingenieure und Verwaltungsbeamte. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![zahl der zur Entfärbung nothvvendigen Ballonfüllungen aus einer beigegebenen Tabelle ohne jede weitere Titration und licrechnung entnehmen. . Ammoniak ist ebenfalls in der Luft stets vorhanden, wenn auch in sehr wechselnder und ge\v()hnlich nur geringer Menge (hundertste! eines Milligramm pro Cubikmeter Luft). Es bildet mit der auch niemals fehlenden Kohlensäure^ Salpeter- und salpetrigen Säure, die Salze dieser drei Säuren [(NH,)., CO3, NH^ NO,, NH, NO.,]. Es entsteht bei der Zersetzung stickstofthaltiger, organischer Ver- bindungen, geht in die Atmosphäre über und wird aus dieser durch die atmosphärischen Niederschläge Regen, Schnee, Nebel- wasser ausgewaschen; diese enthalten daher stets Ammoniak. Die geringen Mengen Ammoniak-, welche sich gewöhnlich in der Luft finden, haben für die Gesundheit keine Bedeutung, ein Schaden kann erst dann auftreten, wenn in geschlossenen Räumen durch Faulen menschlicher und thierischer Excrcmente und AbfallstotTe der Ammoniakgehalt bedeutend vermehrt wird. Ebenfalls nur in geringen Mengen und deshalb für die Ge- sundheit ohne Bedeutung sind in der Atmosphäre stets, wenn auch quantitativ kaum bestimmbar, salpetrige Säure und Salpetersäure vorhanden. Sie entstehen durch die Einwirkung von Ozon auf das beim Faulen stickstoffhaltiger Substanzen frei werdende Am- moniak und weiterhin durch direkte Verbindung von Sauerstoff und Stickstoff in Folge elektrischer Entladungen (Gewitter). Sie bilden mit dem Ammoniak der Luft salpetersaures und salpetrig- saures Amnion, welche aus dieser durch die Niederschläge ent- fernt werden. Neben den bisher besprochenen, in der freien Atmo- sphäre vorhandenen chemischen Verbindungen finden sich in geschlossenen Räumen noch andere, welche entweder von der Lebensthätigkeit der Menschen und Thiere herrühren oder aber durch die Beschäftigung und Lebensweise der Menschen entstehen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21210330_0084.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)