Experimentelle und kritische Beiträge zur Händedesinfectionsfrage / von Richard Schaeffer.
- Schaeffer Richard, 1860-1931.
- Date:
- 1902
Licence: In copyright
Credit: Experimentelle und kritische Beiträge zur Händedesinfectionsfrage / von Richard Schaeffer. Source: Wellcome Collection.
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![Platte IV (Handfläche) 6 gelbe Colonien V (Nägel) 27 „ „ VI (Handfläche) 11 „ „ Der Eifolg war also zwar ein besserer als mittelst der vorher erwähnten und nachher zu schildernden Antiseptica; er ist aber weit davon entfernt, befriedigend genannt zu werden, um so weniger als er niu- auf Grund praktisch kaum anwendbarer Bedingungen hin- sichtlich Concentration und Zeitdauer erreicht wurde. Dass hier beträchtliche Mengen Lysol mit verimpft wurden, die das Angehen weiterer Colonien verhinderten, erscheint mir ausser Frage. Haegier hat gezeigt, dass die Phenole genau so wie das Sublimat die Haut imprägniren, und sich durch langdauernde Waschung nicht daraus entfernen lassen. 0 Wichtiger noch ist aber die zwar von Haegier u. A. als fest- stehend angesehene, aber experimentell noch nie geprüfte That- sache, dass in der That auch in Betreff der Phenole (ebenso wie in Betreff des Sublimats) die Geppert’sche Forderung Beachtung er- fordert: d. h. dass auch die Phenole die Eigenschaft haben, wenn Spuren davon mit verimpft werden, die durch sie bereits angegriffenen Bacterien am Auskeimen auf dem Nährboden zu ver- hindern. Dieser Nachweis ist darum nicht ganz leicht zu führen, weil wir ein Neutralisirungsmittel des Phenols, welches nicht zugleich bactericid wirkt, nicht kennen (wie wir dies beim Sublimat im Schwefelammonium besitzen). Ich verzichtete deshalb bei meinen diesbezüglichen Versuchen auf ein chemisches Neutralisirungsmittel und beschränkte mich darauf, durch Anwendung häufig gewechselten Alkohols das Phenol nach Möglichkeit zu extrahiren. Da Alkohol für die sporenlosen Bacterien, besonders bei längerer Anwendung, bactericid wirkt, so ergab sich die Nothwendigkeit, an Milzbrandsporen diese Frage zu mitersuchen. Der Versuch (20) war folgender: 48 Stück 1 cm langer Seidenfäden, die sorgfältig mit Milzbrandsporen inficirt waren, wurden in eine Schale mit 5 °/0 Carbolsäure gelegt. Nach 24, ]) Diese vollständig richtige Thatsache wird zweckmässiger Weise mit Bromwasser nachgewiesen, welches die Phenole noch in einer Verdünnung von 1:50000 erkennen lässt. Das von Ha e gl er (S. 109) empfohlene Reagens (Diazobenzolsulfonsäure) ist für diese Untersuchungen nicht zu gebrauchen, da dasselbe mit Eiweisssubstanzen z. B. Serum oder auf der normalen Haut genau die gleiche dunkelrothe Reaction giebt, wie mit den Phenolen.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21730647_0105.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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