Ueber die Natur, die Verhütung und Behandlung des Spitaltyphus und der ansteckenden Krankheiten überhaupt / von Joh. Jakob Bernhardi.
- Johann Jakob Bernhardi
- Date:
- 1815
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Credit: Ueber die Natur, die Verhütung und Behandlung des Spitaltyphus und der ansteckenden Krankheiten überhaupt / von Joh. Jakob Bernhardi. Source: Wellcome Collection.
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![-^ ^4 -^ i; Von der Uebcrtragung der Coiuagien auf {niclit krankheitsfähig« Körper, $' 73- Nicht auf alle anorganische Körper ist ein Conta- r^iain fähig, sich fest zu setzen, und in sie einzu- dringen, solidem manche nehmen dieselben nicht nur nicht auf, sondern sie zerstören sie sogar (^. 51. )• Auch unterscheiden sich die Körper, an Avelchen das Contagium zu haften vermag, bedeu- tend in Hinsicht der Art, wie sie es aufnehnien, und des Grads, in welchem sie dafür emüfano- lieh sind. $. 74- In so fern nämlich die Contagien oder doch ihfe Träger ( also die contagiösen Stoffe) eines star- ren Zustarids fähig sind, ist es möglich, dafs sie blofs an der Oberfläche anderer starren Körper me- chanisch haften, oder auch in flüssigen Stoffen sich mechanisch vertheilen und chemisch auflösen. Eben so Ivönnen sie sich als flüssige Stoffe an feste anhän- gen, oder in andern Flüssigheiten sich verbreiten. Aulserdem geschieht aber offenbar die Uebertragung in manchen Fällen (vergl. i^S. 79.) noch auf eine >veit feinere Art, indem die Contagien, in unwäg- barem Zusfand versetzt,^i auf ähnliche unsichtbare Weise starre und flüssige Körper durchdringen, als ^vir es auch von andern relativ unwägbaren Stoffen bemerheri. Man kann daher, so wie man die Kör- per nach dem Grade, in welchem sie der Wärme, der Elektficität u. a. Imponderabilien freien Durch- oano gestatten, in Leiter, Hal])leiter und Nichtleiter unterscheidet, auch sie in Hinsicht ihres Leitimgs- vermögens für Contagien unter diese, freilich nicht scharf be«ränzten Abtlieilunc^en zu bringen suchen. Wir haben aber leider nicht hinreichende Beobach- tungen, um darüber etwas Genügendes zu leisten; indem wir in den mehrsten Fällen seihst in Unge- wilhheit gelassen Werden, ob ein Contagium in wäg- ]>arem oder unwägbarem Zustande an eignem Körper haftet. Begnügen wir uns also, bis etwas Tsähercs daniber](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21041660_0108.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


