Ueber die Natur, die Verhütung und Behandlung des Spitaltyphus und der ansteckenden Krankheiten überhaupt / von Joh. Jakob Bernhardi.
- Johann Jakob Bernhardi
- Date:
- 1815
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber die Natur, die Verhütung und Behandlung des Spitaltyphus und der ansteckenden Krankheiten überhaupt / von Joh. Jakob Bernhardi. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
87/660 page 43
![Bei der UnvollKoiiimenheii: der organischen Kör- per Aann aLer allerdini^^s ein Organ auf das and'ere so imz^veclUiiiirsIg wirl.en, dal's bloTs durcli sie selbst liranklieit Jiervorgeht, und eben so «.iit ist auf der andern S^eite eine krankhafte Veränderung mögh'cli, die allein auf Rechnung der^'Virluing iiufserer schäd- licher Kriifte geschoben werden rnufs, in so fern nändicli dtr. erkrankte Körper weiter keine Schuld träöt, als seine angeborne, in der Natur dt^.r Art liegende, Unvollkonirnenheit der Organisation, wel- che nicht erlaubt, jene Einwirkung von Aui'sendin gen ohne NaCiitheil der Gesundheit zu ertragen, oder ihv zweclunaisigen Widerstand zu leisten. Ein Tänzer, der durch heftige oder falsche IVIuskelbewe^ gung beim Sprin^aen die Achillessehne zerreiist, be- fiuvdet sich im ersten Falle ; derjenige Mensch liin- aeaen, dem sie zerhauen wird, im letzern, denn kein Individuum der Menschengattung vermag einer sol- chen Gewalt zu ^viderstehen , es mag aucli noch so vollkommen organisirt seyn. Bemerkt man nun, dafs ein und dasselbe Aal'sending auf organische Körper einerlei Art so wirkt, dafs es nur in einer Gewissen Zahl derselben Krankheiten erregt, wäh- rend die andern davon verschont bleiben, so schlie- fsen wir auf die relative Schädlichkeit dieser Diui;(% und sagen von den dadurch erzeugten Krankheiten, sie sevn aus der Einwirkung der Aufsendinge und der eigenen Reacticn des Körpers zugleich, hervor* gegangen. Kidessen kann auch dann die Ursache , der Krankheit ])ald mehr auf diese, bald inehr auf jene Seite fallen, und in so fern kann man also ZAvischen Krankheiten, die liauptsächlich im Kör- per selbst ihren Grrmd haben, und solchen, die mein; von äulsern Gegenständen veranlafsfc werden, so wie endlich zwischen denen, ^vo beide in gleiclicm (irade \virl\en, unterscheiden. Scrofeln mögen ein Rcis|)iel vom erstem, Vergiftungen ein Beispiel vom zweiten, und' manche Rheumatismen ein Beispiel vr>m dritten Falle geben. Auch die secu.ndären contasiiosen Krankheiten](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21041660_0087.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


