Ueber die Natur, die Verhütung und Behandlung des Spitaltyphus und der ansteckenden Krankheiten überhaupt / von Joh. Jakob Bernhardi.
- Johann Jakob Bernhardi
- Date:
- 1815
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Credit: Ueber die Natur, die Verhütung und Behandlung des Spitaltyphus und der ansteckenden Krankheiten überhaupt / von Joh. Jakob Bernhardi. Source: Wellcome Collection.
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![zeupt wird, also in einem Zustande, ilev noch m'cnfc völlig zu den Ivrankhaften gezahlt werden kann, S(^ oehöret es Llol's den unachten an ( ^. 51.) ^V 56. Mcrhw-iirdig ist es besonders, dals aucli i^e-^yisse, Ausströmungen von i^esunden oröanisclien ^Vesen doch auf andere sehr nachtheilig wirken, and in ihnen nicht blois Krankheiten, sondern aucli con- tagiösc ÜeLel erregen können, so dals sich diese Ausströmung gleich einem Miasma zu verlialten scheint. Solcher Falle haben wir sc hon oben i^' 43-) gedacht. Etwas Aehnliche^ beöhachict: man oft, wenn lebende Wesen von verschiedener Racen oder auch nur aus verschiedenen Gegenden und Cliinaten mit einander in genauere Berührung kom- men. Wir liaben so ehen gehört (^. 50.), dai's die Quelle des venerischen Uebels hauptsächlich in die- sem Umstände gesucht werden müsse; es giebt in- dessen noch weit aufildlendere Erscheinungen der Art, unter welchen wir vor allen des Katarrhs er- ^vahncn müssen, der auf der kleinen scliotf isclicn Insel Kilda aus einer solciien Ursache, entspringt. Diese Insel, welche ungefa'lu^ von dreifsig l'jniilirn bewohnt wird, die meist von Seevögehi ieben, und auiserordenliich weifs sind, ist das EigenHiKm eines Privatmannes in Schottland, welcher jälirüch ein Boot mit eitlem Dutzend Schiffsfeuten dahin schicki, um die Abgaben in Emjjfang zu nehmen. Die Ein- wohner, \velchc aufserdem kaum einen Fremden zu sehen bekommen, gehen ihnen entgegen und zie- lien das lioot ans Land. Den andern oder späte- stens den dritten Ta^ Averden alle von einem ka- tairhalischen Fieber mit Pieftigern Kopfweh imd schleimigem, mit Klut vermischten Auswurf ])efal-' len , das oft zehn bis vierzehn Tage anhält, wobei selbst Säuglinge nicht verschont bleiben. Werden fiemde Waaren mit ans Land gebracht, so soll die Krankheit um so hartnäckiger seyn. Immer ist sie die unausbleibliche Folge der Ankunft von Frem- den, so dafs, wenn das Boot später anlangt, auch der Katarrh später ausbricht, und gar nicht erfolgt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21041660_0091.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


