Geschichte der Rübe (Beta) als Kulturpflanze von den ältesten Zeiten an bis zum Erschienen von Achard's Hauptwerk (1809) : Festschrifts zum 75jährigen Bestande des Vereins der deutschen Zuckerindustrie / von Prof. Dr. Edmund O. von Lippmann.
- Edmund Oscar von Lippmann
- Date:
- 1925
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Credit: Geschichte der Rübe (Beta) als Kulturpflanze von den ältesten Zeiten an bis zum Erschienen von Achard's Hauptwerk (1809) : Festschrifts zum 75jährigen Bestande des Vereins der deutschen Zuckerindustrie / von Prof. Dr. Edmund O. von Lippmann. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Samen, angeblich z. B. der noch kein Jahr alte, soll Rüben ergeben, die aufschießen und Stengel treiben1). Wie bereits Sagbit anga > |s oben], nimmt die Rübe die Salze des Ackers in sich auf, und dies geschieht so gründlich, daß man durch mehrmaligen Anbau von Buben Entsalzung derartiger Böden bewirken kann*). Ibk Beithar selbst fügt noch hinzu, daß es drei Arten kultivierter Rüben mit verschieden großen, geformten und gefärbten Blättern und außerdem auch wilde Rüben gebe3) daß er bei Harrän [im nördlichen Mesopotamien] auch eine gelbliche bis rötliche, ziemlich große, süße Rübe gesehen habe, die daselbst in Stücke geschnitten, geröstet und von den Händlern verkauft, oft aber auch allein oder zusammen mit anderen Gemüsen gekocht werde4), und endlich, daß man Rüben nebst allerlei Zutaten einzumachen pflege, wobei sie sich bis ins folgende Jahr hinein eßbar erhalten5). Seine gute Meinung betreffs der Bekömmlichkeit der Ruhe wurde übrigens keineswegs allgemein geteilt, so z. B. sagt Aloharizi (um 1200) in seiner gereimten „Diätetik“: „Linsen, Rüben, Bohnen von Übel, Schädlich auch Knoblauch, Kraut und Zwiebel6). 51. Auf welchem Wege und wann die Beta nach Persien ge¬ kommen sei, läßt sich vorerst nicht feststellen, zumal fast die gesamte frühpersische Literatur, namentlich die der so wichtigen Übergangs- zeit, so gut wie spurlos untergegangen ist; .Jorets Vermutung, da auch Persien die Rübe von Vorderasien aus erhalten habe7), durfte aber wohl richtig sein. Das ältest erhaltene Buch in neupersischer Sprache, des AbuMansur Muwaffak „Pharmakologische Grundsätze aus dem 10. Jahrhundert, bespricht die Rübe als etwas durchaus Wohl- bekanntes. wobei indes zu berücksichtigen bleibt, daß es vielfach schon wieder aus arabischen Quellen schöpft: Die Rübe, silq, ist von kalter und feuchter Natur, wirkt infolge ihrer borax- [= alkall-] ähnlichen Beschaffenheit reinigend, verteilend und abführend, erweist sich als wenig nährend, schwer verdaulich und blähend, beseitigt aber Be¬ schwerden des Kopfes und der Nase, sowie (zusammen mit Essig oder Senf) Blutstockungen in der Leber und Milz; manche kochen Linsen mit roten Rüben (tschugundur) zusammen, doch geschieht dies besser mit Gerstenbrühe8). - Der hervorragende persische Dichter Sa di (11(>4 —1263) sagt in seinem ,,Rosengarten : i) Ebd. Bd. 2, 8. 609ff., 615ff. 2) Ebd. Bd. 2, 8. 609ff. ») Ebd. Bd. 1, S. 363; Bd. 2, S. 41. *) Ebd. Bd. 2, S. 142. 5) Ebd. Bd. 2, 8. 615ff. 6) Löw: Flora, 8.448. 7) Joret: a. a. O. Bd. 2, 8.66, 89. 8) Üb. Ac hundow: in Koberts Historischen Studien Bd. 3, 8. 21-, 2.^. Halle 1893.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29980148_0055.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)