Volume 1
Lehrbuch der speziellen Pathologischen Anatomie : für Studierende und Ärzte / von Eduard Kaufmann.
- Eduard Kaufmann
- Date:
- 1931-
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Credit: Lehrbuch der speziellen Pathologischen Anatomie : für Studierende und Ärzte / von Eduard Kaufmann. Source: Wellcome Collection.
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![c\ i<‘H oder 11 istiih \ len) entstellen und nach erledigter Phagocyto.se wieder zu l ullenden Wanderzellen werden sollen, s. Mn.r/iiioir und I!t2s. Das llervorhebon einer pro¬ gressiven Entwicklungsfähigkeit jener ungranulierlrn weil.ien Blutzöllen dureli Mn.rinmir stellt im (Jcgensatz zu der vielfach, besonders in Deutschland vertretenen \uffassung von der überragenden Bedeutung der ..(Jctüßwandzcllcn l’iir die Erzeugung der ..großen Kundzellen auf dem Entzündungsleldo. \<inhlnmnn hetraehtet die I ’ \ r r h o I ze 11 e n , Zellen, die bei vitaler Pyrrholinjektion den blauen Farbstoff in ihren (Jranula speichern, liir identisch mit den Wanderzellen des Bindegewebes (s. auch l\ ur_i/n*l i). Auch mobilisierte R et i eu I u m ze I len und bl n d o t h e I i en (11 i st ioey t eil, s. bei Blut und Milz) bilden einen Teil der monotiucleliron Makrophagen (s. M nn oe i/t en bei Blut uml \ er]. . I sfhoff-l\i//nno). j d) L( ii ldc 1/1 r n. polymorphkernige*, intensiv färbbare, granu¬ lierte Zellen, die aus den Blutgefäßen auswandern und meist herdweise, oft in nächster Nachbarschaft von (lofäßen in sehr inkonstanter Monge aiiftreten. In den jüngsten Partien des < Jranulationsgewebes finden sie sieh auch im Innern der Blutgefäße an- vohäuft. Die gekörnten Leukoeyten ( Blutleukoeyten) sind die A’ i I e rzell e ii im (Jewebe, der \bscessc. des Sekretes eiternder W unden und der akuten Entzündung; als hervor¬ ragende P lirtf/oc i/t e n nehmen sie Bakterien und Zelldetritus auf; erst später treten bei der Entzündung, bes. der ehroiiisehen. die unter e) erwähnten, wohl wesentlich aus lokalen Zellwucherungen hervorgegangenen Zellformen auf. während die wahren Blut¬ leukoeyten untergingen. I Die Auswanderung der Leukoeyten bei akuter Entzündung, wie sie der < 'nhn/teinischi' Frosch-Versuch zeigte, bestätigten u. a. I . II iil/i/iiil im Institut des 17r/’.s (wobei einmal die Leukoeyten vor der Emigration durch Vitalfärbung ihrer tJranula mit Xeutralrot gekennzeichnet wurden, das andere .Mal das Blut vorher durch Benzolvergiftung leukocytenarm gemacht wurde, wobei dann die Emigration im \’er- sueli ausblieb) und letzthin II . (ierhtch und II. Fixr/ter-U e.ve/.v (Lit.) gegenüber der Ansicht r. Möllein/orjs von der (wenn auch nicht ausschließlichen. hnroxinca) örtlichen Ent¬ stehung aus Fibrocyten und (Jefäßwandzellen. S. auch Mit .i'inioir.} M nsfzellen (als histiogene M. von den Blut-Mastleukoevten zu trennen und nach Slaeinwler ein¬ zellige drüsige Organe des Bindegewebes, die dazu dienen sollen, das zur Bildung der interfibrillären Kittsubstanzen nötige Mucin zu liefern) kommen meist in geringer, eosinophile Leukoeyten gelegentlich in größerer Zahl vor (s. auch (Jnenxel). An Zahl untergeordnete, mit vielen Kernen versehene Ii lesen zellen sind meist große (Jr.nu- lationszellen. teils gehen sic auch von Blutgefäßendothelien oder von leukoeytoiden Zellen (s. bei e) aus. Sie dienen als F remdkör perriese n zellen der Eliminierung schwer resorbierbaren Materials. Diagnostisch wichtig ist. daß sie Lnni/Intn*sehen Riesen¬ zellen s. bei Tuberkulose gleichen können. Bei der ' inira n dl s n i/ des (1 rn n nlti 11 n n si/e webe* zu fihrilliirem liinde- i/eirebe treten die polynueleären Leukoeyten sowie auch die Lymphocyten mehr und mehr zurück. Die großen Bildungszellen nehmen dagegen zu; in ihrem Protoplasma differenzieren sich Fibrillen, es entstehen Fascrbiisehel, Bänderund Bündel von Fibrillen, und die Zellkörper werden undeutlich, so daß man annehmen könnte (vgl. Fon/. Lit.. über (•ewcbskult uren). es entstände zw ischen den Zellen zunächst eine homogene Zwischen¬ substanz. aus der sieh dann wellig geschwungene Fibrillen differenzierten; doch nimmt .1/nrrhnnd auch für die Fibrillen der (Irundsubstanz dieselbe Entstehung an wie für die Bündel. So vollzieht sieh der ( lirri/niiij zu A nrhe n i/ewehe. welches aus einer derbfaserigen (Irundsubstanz bestellt, in deren schmalen Spalt räumen die nunmehr schmächtig gewordenen Bildungszellen liegen. Diese schmalen Zellen mit ihren zum leil sehr langen Keinen bleiben als fixe Bindegcw ehszellen bestehen, welche sieh den fasern (Fibrillenbündeln) anschmiegen, de älter das \ n rhen i/e irehe. um so mehr herrschen die Fibrillenbündel vor, wählend Zellen und (Jefäße (rote Farbe) zurücktreten: durch Verkürzung der Fibrillen .srhrninpfl und rrrhii/lrl sieh das Narbengcwche Lit. im Anhang. Wächst das gefäßreiche (Jranulat ionsgew ehe in fibrinöse Massen hinein, durch welche gegenüberliegende Flächen des Pericards verklebt sind, so können die Zeihnassen und < loläße. die sieh mit breiter Front oder zuweilen auch nur auf schmalen fibrinösen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29809514_0001_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


