Felix Hoppe-Seyler's Handbuch der physiologisch- und pathologisch-chemischen Analyse, für Aerzte und Studierende / bearbeitet von H. Thierfelder.
- Date:
- 1903
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Credit: Felix Hoppe-Seyler's Handbuch der physiologisch- und pathologisch-chemischen Analyse, für Aerzte und Studierende / bearbeitet von H. Thierfelder. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Nicols bald dunkler, bald wieder heller werden, aber mir dann vollstcändig aus der Mitte des Gesichtsfeldes verschwinden, wenn die beiden Nicol ent- weder gleiche Stellung haben oder genau unter 90 gegen einander gekreuzt sind. Fig. 6 erläutert die Erscheinung der Interferenzstreifen und ihr Ver- schwinden im Gesichtsfelde mit dem Fadenkreuz. Dreht man also den Nicol um seine Axe einmal ganz herum, so verschwinden die Interferenz- streifen 4 Mal entprechend den 4 Quadranten des Kreises. Die Stellung der Nicol, bei welcher die Interferenzstreifen verschwinden, lässt sich an der Kreistheilung genau ablesen. Fig. 6. Legt man nun, nachdem an der Scala die Stellung festgestellt ist, bei welcher die Interferenzstreifen verschwunden sind, eine mit drehender Flüssigkeit gefüllte Röhre zwischen den drehbaren Nicol und das Polari- skop ein, so wird das Verschwinden der Interferenzstreifen nicht mehr bei der Stellung des Nicols stattfinden, bei welcher dies vor Einlegen der Röhre der Fcall war. Man sucht jetzt durch Drehung des Knopfes c die Stellung des Nicols auf, bei welcher nun die Interferenzstreifen verschwunden sind, liest durch das Fernrolir an der Scala ab, wie weit man nach der einen oder anderen Seite den Nicol hat drehen müssen, um das Ver- schwinden der Streifen herbeizuführen, und findet in der Differenz der beiden Ablesungen den Winkel der Rotation, welche die Flüssigkeit ausübt. Hat man, um die Interferenzstreifen zum Verschwinden za bringen, vom Nullpunkt aus bei Re'chtsdrehung weniger weit nach rechts als bei Links- drehung nach links drehen müssen, so handelt es sich in den meisten ,Fällen um eine rechtsdrehende, im umgekehrten Falle um eine links- drehende Substanz. Ist man über die Drehungsrichtung im Zweifel (bei stark drehenden Substanzen), so wiederholt man die Polarisationsbestimmung unter Benutzung eines Rohres von der halben Länge. 31. Bestimmung der specifisciien Drehung. Die specifische Dreliung einer activen Substanz ist diejenige Drehung der Polarisationsebene, welche 1 g in 1 ccm Flüssigkeit gelöst bei einer Rohrlänge von 1 Decimeter bewirkt. Die specifische Drehung bezeichnet man mit [«] und die auf Natriumlicht und eine Temperatur von z. B. 20^ sich beziehende mit [«] • Enthält die Flüssigkeit nur eine optisch active Substanz, cc soist[a] = + —, wobei u den beobachteten Drehungswinkel, c die Menge der Substanz c. 1 in Grammen, welche in 1 ccm der Lösung bei 20*' enthalten sind, und 1 die Länge des Kohrs in Decimetern bezeichnet.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21900346_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)