Kompendium der Physiologie des Menschen : für Studierende und Ärzte / von Paul Schultz.
- Schultz, Paul, 1872-
- Date:
- 1905
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Credit: Kompendium der Physiologie des Menschen : für Studierende und Ärzte / von Paul Schultz. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![in verschiedenem Umfang und in verschiedener Form. Es ist nicht freier O2 nötig. Die anaeroben Bakterien (Tetanushakterien, Rauschbrandbazillen) entnehmen ihn wahrscheinlich den Salzen ihres Mediums. Ohne Sauerstoff kann auf die Dauer kein Leben bestehen. Auch die Pflanzen haben eine Atmung, nehmen 0. auf und geben CO« ab. Nur ist sie viel geringer als bei dän Tieren und wird überdies bei den grünen Pflanzen in der Helligkeit verdeckt durch die gleichzeitig und in stärkerem Maße stattflndende COa-Aufnahme und Ot-Ausscbeidang. Im Dunkeln dagegen nehmen alle Pflanzen, wie in der Helligkeit auch die nichtgrünen Pflanzen und Pflanzenteile (Pilze, Keime) Oi auf und geben C0> ab. Synthese und Reduktion kommt auch,ira Tierkörper vor: Überführung der C-armen und 0-reichen Kohlehydrate in die C-reichen und 0-armen Fette, Verwandlung der Benzoesäure in Hippursäure, des Zuckers in der Leber in Glykogen u. a. Der Begrifil’ des Reizes. Unter Reiz [Haller] verstand man früher diejenige Wir- kungsweise von Körper auf Körper, welche nur in der organischen Natur vorkäme. Dies ist irrig. „Es gibt in der ganzen Natur nur eine Art Veränderung, nämlich Bewegung, nur eine Art der Wirkung von Körper auf Körper, nämlich die mechanische. An die Stelle des Begriffes der Reizung tritt der Begriff der Auslösung“ (du Bois-Reymond). Diese Auslösung findet in der obenerwähn- ten Weise statt. Den Reiz charakterisiert daher die Dispro- portionalität znäschen Reizursache und Reizwärkung. Die Eigenschaft, die aller lebendigen Substanz zukommt, große Mengen potentieller Energie auf dem M ege der Aus- lösung in kinetische zu verwandeln, heißt Reizbarkeit Die Reaktion auf einen Reiz bleibt nicht auf den gereizten Punkt beschränkt, sondern breitet sich über die angrenzenden Teile aus durch R e i z 1 e i t u n g. Die R 0 i z q u a 1 i t ä t e n sind: Mechanische (Druck. Zug. Stoß, Tonschwingung), thermische, photische, elektrische und chemische. Der Intensität nach unterscheidet man ein Reiz-Maximum, ein Reiz-Minimum und ein Reiz-Optimum. R e i z - S c h w 0 11 0 heißt dasjenige Reizminimum, bei welchem z\ierst eine Wirkimg ointritt, darunter bleibt sie aus.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28054738_0018.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)