Über die Aetiologie, Therapie und Prognose des Carcinoma mammae ... / vorgelegt von Rudolph Oppenheimer.
- Oppenhimer, Rudolph, 1880-
- Date:
- 1903
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Credit: Über die Aetiologie, Therapie und Prognose des Carcinoma mammae ... / vorgelegt von Rudolph Oppenheimer. Source: Wellcome Collection.
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![Insulte nur mit einer Mehrbildung von Epidernis ant- . Worten. Die von der Mammille ausgehenden Carcinome werden merkwürdigerweise von einigen Autoren (Mandry [26], Weil [38]) als Seltenheiten angeführt, während nach unserer Beobachtung die Neubildung, namentlich bei Patientinnen Ende der 50 er und jen¬ seits der 60 er Jahre, häufig vom Deckepithel der Haut ihren Ausgangspunkt nimmt. Was die Heredität anbetrifft, so wurde in vier , Fällen sicher angegeben, dass Vater oder Mutter an Carcinom verstorben waren j in 2 derselben hatte die Mutter an Mamma-Carcinom gelitten. In 8 Fällen war, der Beschreibung der Patientin nach, eine carci- nomatöse Erkrankung der Eltern wahrscheinlich, in 3 möglich. In einem Falle fanden sich über Krank¬ heiten der Eltern keine Angaben, dagegen war eine Schwester an Mamma-Carcinom, eine andere an einer „Geschwulst im Leibe'' verstorben. Eechnen wir die sicheren und wahrscheinlichen Fälle zusammen, so müssen 12 Fälle = 8,3 % als heriditär belastet ange¬ sehen werden. Über die Kardinalfrage, ob in der Aetiologie des Carcinomes Erreger eine Bolle spielen, oder nicht, 1 enthalten unsere Krankengeschichten weder nach der! einen, noch der andern Seite hin Anhaltspunkte, Im| allgemeinen darf man wohl sagen, dass die Mehrzahl! der Chirurgen und Kliniker die Entstehung des Krebses! Parasiten bezw. Plasmodien zuschreibt, während diel pathologischen Anatomen dieselben in abnormen Wachs-I tumsvorgängen gewisser Zellkomplexe suchen. Fürl die infektiöse Theorie treten vor allem Leyden [19]j und Czerny [5] ein, während Lubarsch [23] den! gegenteiligen Standpunkt neuerdings in einer zusammen-l fassenden Schrift vertritt. | I](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30603948_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


