Über die Aetiologie, Therapie und Prognose des Carcinoma mammae ... / vorgelegt von Rudolph Oppenheimer.
- Oppenhimer, Rudolph, 1880-
- Date:
- 1903
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Credit: Über die Aetiologie, Therapie und Prognose des Carcinoma mammae ... / vorgelegt von Rudolph Oppenheimer. Source: Wellcome Collection.
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![Über das endemisclie Vorkommen von Krebs in gewissen Gegenden oder Häusern berichten S chu¬ ch ar dt [34], Behla [2] u. A. Transplantationen von Mamma-Carcinomen wurden schon vor einer Reihe von Jahren von Hahn [ll], in neuerer Zeit von Loeb [22] unternommen. Operation. Überblicken wir die Geschichte der Operation des Mamma-Carcinomes, so finden wir, dass sich die¬ selbe von recht konservativen Anfängen zu immer radikaleren Eingriffen entwickelte. Während sich die Chirurgen ursprünglich mit der Exzision des Tumors begnügten, schritten sie bald, die Unzulänglichkeit dieser Methode erkennend, und durch die Einführung der Antisepsis zu grösseren Operationen ermutigt, zur Amputation der erkrankten Brust und zur Heraus¬ nahme der axillären Ly.mphdrüsen. Nach dem Bei¬ spiele Volkmanns ging man dann zur Wegnahme der Fascie des Pectoralis major über, der sich,' auf die Untersuchungen Heidenhains hin, die Fortnahme der oberflächlichen Partien dieses Muskels anschloss. Im Jahre 1894 veröffentlichte Halsted [12] Erfolge über eine radikalere Methode, bei der der ganze Mus- culus pectoralis major, eventuell Teile des Musculus pectoralis minor, die supra- und infraclaviculären Lymphdrüsen mit entfernt wurden. Zur Vermeidung von Impfcarcinomen nimmt Halsted den grossen Tumor zugleich mit der benach¬ barten Umgebung in einem Stücke heraus. Nach Hah n ’ s [11] Ansicht werden Impfcarcinome am besten dadurch vermieden, dass man die bei der Exstirpation](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30603948_0021.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


