Beitrag zur Kenntniss der Metastasen des primären Nierenkrebses ... / vorgelegt von Hans Sutter.
- Sutter, Hans
- Date:
- 1902
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Credit: Beitrag zur Kenntniss der Metastasen des primären Nierenkrebses ... / vorgelegt von Hans Sutter. Source: Wellcome Collection.
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![noch mit der directen Infection des Venensystems durch Ge¬ schwulstmaterial zu thun, auf die wir weiter unten eingehen werden. Die zunächst befallene Station ist nun das ge¬ samte Ausbreitungsgebiet der Vena spermatica interna, und zwar bis in den Hoden hinein. Der Stamm der Vena sperma¬ tica interna stand uns zur Untersuchung nicht zur Verfügung.! Nichts desto weniger können wir diese Vertheilung der Neu¬ bildung auf keinem andern Wege erklären, als durch Annahme; eines rückläufigen Transportes. Nun kommt aber die schwieriger zu erklärende Mit-; betheiligung des Blasengrundes, der Prostata und der Gefässi räume des Penis. Wir haben zu diesem Zwecke Injections-Versuche an de;j Leiche mit Berlinerblau-Lösung gemacht. Die Anordnung und Resultate derselben waren kurz folgende: 1. Versuch: Bei einer mageren, etwa 50 Jahre alten männlicher] Leiche wurde die Vena spermatica interna sinistra sehr vorsichtig losj präparirt und mit einer Canule von mm Lumen angestochen. Dann wurden etwa 100 cm der nach der von Kahlden S. 25, 3 angegebene:; Methode zubereiteten Injections-Masse ohne jede Schwierigkeit injiciro Nachher wurde das Becken sorgfältig secirt und es fanden sich die Vene ; des Plexus pampiniformis des ganzen Blasengrundes und die linke Hypci gastrica injicirt. Von den Venen des Penis wurde nichts injicirt gefunden 2. Versuch: Einer sehr fetten männlichen, etwa 50 jährigen Leich: wurde das linke Hypochondrium geöffnet und in die Vena renalis sinistra nach Abklemmen derselben am Ansatz an die Cava, dieselbe Injections! Masse etwas dünner injicirt. Nachher fand man die Vena spermatica intern} sinistra, dem Plexus pampiniformis und die linke Vena hypogastrica injicirt Der Penis war dagegen nicht injicirt. Ein 3. Versuch misslang, indem die Vena spermatica interna platztd und der retroperitonaeale Raum mit Injeetions-Masse, die ohne Leim gti nommen wurde, erfüllt wurde. (Vielleicht war hier eine der seltenen Klappet] vorhanden.) 4. Versuch: Eine dünne Berlinerblau-Lösung wurde wieder in d: Vena spermatica interna injicirt, es zeigten sich ausser dem Plexus pampinti formis die linke Vena hypogastrica, die Perinaeal-Venen, dagegen die Peni:s Venen wieder nicht injicirt. Es ergiebt sich hieraus, dass zwischen dem Wurzelgebieti der Vena spermntica interna und demjenigen der Vena hypdj gastrica, wie dies übrigens bei den vielfachen Communicationet der Bauchvenen anzunehmen war, reichliche Verbindungen bJ](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30602336_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


