Über die prüfung des Lichtsinns : eine physiologicsh-klinische Studie / von Louis Wolffberg.
- Wolffberg, Louis.
- Date:
- 1885
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Credit: Über die prüfung des Lichtsinns : eine physiologicsh-klinische Studie / von Louis Wolffberg. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Qualitativ normalen Farbensinn vorausgesetzt, zeigt die Fähigkeit des Auges, Farben wahrzunehmen, sich den- selben Einflüssen, wie der Lichtsinn, fast in gleicher Weise unterworfen, derart, dass eine numerische Prüfung des Farbensinns die des Lichtsinns ersetzen kann und um- gekehrt. Man hat sich durch die Terminologie einiger Autoren be- stimmen lassen, der quantitativen Prüfung des Farbensinnes den Titel Prüfung der „Farbensehschärfe (F. S. Cohn) bei- zulegen. Kr am er (Liaug.-Dissert. „Ueber die Abhängigkeit der Farbenempfindung von dem Grade und der Art der Be- leuchtung. Marburg 1882. p. 8), welcher die rein optische Bedeutung der quantitativen Farbensinnprüfung offenbar er- kannt hat, sagt: „Der Begriff „Farbenempfindung kann quan- titativ und qualitativ genommen werden; quantitativ bedeutet er die Sehschärfe und qualitativ die Art der Perception far- biger Eindrücke. Obwohl die Ermittelungen Kramers und Cohns direct auf den innigen Zusammenhang zwischen Hellig- keit der Beleuchtung und Farbenwahrnehmungsvermögen hin- wiesen, obwohl Donders u. A. schon lange auf den Einfluss der Helligkeit aufmerksam gemacht, wurde immer wieder der Gesichtswinkel als das hervorragend Maassgebende hingestellt. In der Donders'schen Formel m^ • ist der Gesichtswinkel (m) gleichfalls der numerische Aus- druck für den Farbensinn, aber ein Zusatz (Arch. f. Ophth. XXIII. 4, p. 284 [1877]) bringt ihn in die nothwendige Ab- hängigkeit von der Beleuchtung, da Donders verlangt, dass die Grösse von m für das normale Auge jedesmal neu er- mittelt werde. Kramer (1. c. p. 31) sagt: „Die Hauptunterschiede in der Wahrnehmung farbiger Eindrücke werden bedingt durch die Art der Beleuchtung, weniger durch den Grad derselben. Freilich kann ein Pigment, das nur rothes Licht reflectirt, bei rein homogener gelber Beleuchtung nicht roth erscheinen; iur sofern ist die Art der Beleuchtung das Wesentliche, wie über- haupt für unsere sämmtlichen Gesichtswahrnehmungen die Gegenwart von Lichtwellen das Wesentliche ist. Ist dies 2*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21641651_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)