Lehrbuch der Physiologie des Menschen : einschliesslich der Histologie und mikroskopischen Anatomie mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Medicin / von L. Landois.
- Leonard Landois
- Date:
- 1880
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Credit: Lehrbuch der Physiologie des Menschen : einschliesslich der Histologie und mikroskopischen Anatomie mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Medicin / von L. Landois. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Nabelstranges des erstgebornen Zwillings zu unterbinden!). Hier war entweder ein Ei mit doppeltem Dotter, oder mit zwei Keimbläschen in einem Dotter (odei^ man muss annehmen, dass nachträglich zwei getrennte Eier so weit verwachsen sind unter Resorption der sich berührenden Choriontheile). — 4. Wie 3, aber nur ein Amnion, entstanden aus der Bildung von zwei Embryonen in demselben! Fruchthofe derselben Keimblase. Es soll hier noch kurz der Bildung der Eihäute der Thiere ^v- Eihäute und wähnung geschehen, die man seit Home (1822), Blainville, H. Milne- Piacenta- Edwards, Owen u. A. zur Classification der Säuger benutzt hat.— 1. Die'. ältesten Säuger haben gar keine Placenta oder Allantoisgefässe, es sind dies die Mammalia implacentalia (Owen), nämlich Beutelthiere und Monotremata Mpia- (Schnabelthier und Echidna). Diese Thiere haben ausser seröser Hülle und centaiia. Amnion nur einen grossen gefässhaltigen Dottersack, der jedoch nie eine Placentarbildung eingeht. — 2. Die zweite Gruppe umfasst die Mammalia placentalia (Owen). Unter diesen besitzen a) die M. non deciduata Piacentaiia nur (von den Allantoisgefässen versorgte) Chorionzotten, die in Gruben der ^^^^^^^ta Uterinschleimhaut stecken, aus denen sie sich bei der Geburt herausziehen pu^diffusa. (Placenta diffusa, z. B. Pachydermata, Cetacea, Solidungula, Camelidä. Bei den Wiederkäuern stehen die grossen Zotten in Gruppen und wachsen in pi. poiy- die Uterindrüsen entsprechender stark hypertrophischer Schleimhautwülste cotyhca. (Kotyledonen), aus denen sie bei der Geburt sich ausziehen. Das Ei ist sehr lang spindelförmig. — b) Die M. deciduata bilden eine so innige Verwacli- Placentalia sung der Chorionzolten mit der Uterinschleimhaut, dass von letzterer bei der (''^''id,tata. Geburt das entsprechende Stück abgestossen werden muss, — Hier ist entweder die Placenta gürtelförmig (PI. zonaria) (Carnivoren, Pinnipedia, Elephas, PL zonaria. Hyrax) [ob hier die Zotten in die Drüsen wachsen, ist unermittelt], — oder diö Placenta ist scheibenförmig (PI. discoidea): dies findet sich bei den Affen; p;. discoidea, Insectivoren, Nagern, Flatterern, Edentaten. Beim Kaninchen ist auch die Nabelblase sehr verbreitert und die grossen Vasa omphalomesaraica betheiligen sich unter Bildung einer Dottersacksplacenta mit an der Placentarbildung; Auch beim Meerschweinchen (das merkwürdiger Weise die drei Keimblätter in umgekehrter Reihenfolge hat, das Entoderm nach aussen, so dass bei der Ab- schnürung des Embryo letzterer in das Innere der Nabelblase hin sich einsenkt) findet eine starke Betheiligung der Vasa omphalomesaraica an der Placenta statt. — Zuletzt sei noch erwähnt, dass der lebendiggebärende glatte Hai Hai. (Mustela laevis) im Fruchthalter eine Dottersacksplacenta bildet (Aristoteles, Joh. Müller). 448. Chronologie der menschlichen Entwickelung. 12. bis 13. Tag: Bläschenförmiger Zustand des Eichens (5,5 Mm. und 12. Tag. 3,3 Mm im Durchmesser); es existirt die einfache Keimblase mit Fruchthof;, Eihülle mit kleinen Zöttchen (Reichert), — Die Eichen vom 15. bis 16. Tag i5.-i6\ Tag. haben 5—6 Mm. im Durchmesser mit einfach cylindrischen Zotten, oder von der Basis zur Spitze mit kolbigen Auswüchsen versehen. Die Eihaut besteht aus jugendlichem Bindegewebe mit darüber liegender platter Epithelienschicht (Br e US, Ahlfeld, J. K oll mann). Das jüngste Ei von Allen Thomson taxirt dieser auf 15 Tage: Grösse 13,2 Mm., eiförmig, mit Zöttchen besetzt. Keimblase (abnorm klein) 2,2 Mm. ; Embryonalanlage 2,2 Mm. mit Rückenfurche und Rückenwülsten über- ragt an beiden Enden etwas die Blase. Herzanlage vorhanden (und ? ? Amnion). Ein etwas älteres Ei desselben Forschers war 6,6 Mm. gross, mit kurzen, dünnen Zöttchen, hatte eine grosse Keimblase, von der der Embryo (2,2 Mm.) mit geschlossenem Medullarrohr sich begann abzuschnüren. — Eier aus einem Stadium, in welchem die Allantois als freie Blase aus dem Nabel hinausgewachsen, sich noch nicht an die Eihaut angelegt hatte, sind nicht mit Sicherheit bekannt. — 15—18 Tage ist ein Ei von Coste: Grösse 13,2 Mm.,/5.-^<?. Tag. Zöttchen klein, leicht verästelt; Embryo 4,4 Mm. lang, von gekrümmter Form mit mässig verdicktem Kopftheile. Amnion, Nabelbläschen (mit breitem Ductus](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20387313_0943.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)