Lehrbuch der Physiologie des Menschen : einschliesslich der Histologie und mikroskopischen Anatomie mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Medicin / von L. Landois.
- Leonard Landois
- Date:
- 1880
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Credit: Lehrbuch der Physiologie des Menschen : einschliesslich der Histologie und mikroskopischen Anatomie mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Medicin / von L. Landois. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Nase stützt. Aus dem Unterkieferfortsatze entsteht der Unterkiefer. — An den Umrandungen der Mundhöhle bilden sich die Lippen und der Alveolarrand aus. Die Zunge entsteht als Fortsatz von der inneren Seite der Mandibula. Die Bildungen können Hemmungen erfahren: bleibt der Stirnfortsatz vom Oberkieferfortsatz getrennt, so wird die Nase nicht von der Mundhöhle getrennt. Es kann nun Nase und Mund entweder nur in den Weichtheilen nicht getrennt sein (Hasenscharte), oder durch und durch auch im Gaumen (W o 1 f s r a ch e n); Hasenscharte. beide Missbildungen können einseitig oder doppelseitig sein. Die Bildung des ^^o/ßra. hcn. Wolfsrachens kann entweder daher rühren, dass die Oberkieferfortsätze und der Stirnfortsatz sämmtlich oder zum Theil zu kurz bleiben, so dass sie nicht an einander stossen können; oder es wächst der Stirnfortsatz rüsselartig und oft noch verschmälert zu weit hervor, dass die Oberkieferfortsätze ihn nicht er- reichen können. Aus dem hinteren Theile des ersten Kiemenbogens entstehen Ambos, Bildungen Hammer (Verknöcherung im 4. Monat) und der von letzterem hinter dem Pauken- ^^jg^^ ring nach vorn abgehende lange knorpelige Meckel'sche Fortsatz (Reichert 'bogen. 1837), der auf der inneren Seite des Unterkiefeis fast bis zu dessen medialer Vereinigung hinzieht. Letzterer verkümmert vom 6. Monat an, doch bildet sein hinterer Theil noch das Lig. laterale internum des Kiefergelenkes. Neben ihm an seinem Abgange vom Hammer bildet sich der Proc. Folii (Baumüller). Ein Theil seines medialen Endes verwächst ossificirend mit dem Unterkiefer. Der Unterkiefer entsteht häutig als ein Belegknochen auf dem ersten Kiemen- bogen, der Angulus und Condylus entstehen aus einem Knorpelansatz Die Kinnnaht beider Unterkiefer verwächst im ersten Jahre. — Aus dem Oberkiefer- fortsatz entsteht im Einzelnen noch die innere Lamelle des Proc. pterygoideus, ferner der Proc. palatinus des Oberkiefers und das Os palatinum am Ende des 2. Monats; endlich das Os zygomaticum. — Der vom Felsenbein entstehende und parallel mit dem ersten Kiemenbogen hinziehende zweite Bogen bildet der f^Hdungen Reihe nach den Steigbügel, die Eminentia pyramidalis mit dem Muse, stapedius, 2^jaemen- den Processus styloideus, das (früher knorpelige) Lig. stylohyoideum und d;ts logen. kleine Horn des Zungenbeines. [Ich sah den Gritfeifortsatz bis zum kleinen Horn inclusive in einen Knochen beiderseits verwandelt ] — Aus dem dritten Bildungen Kiemenbogen entsteht das grosse Horn und der Körper des Zungenbeines; der ^^Kiemen- vierte vergeht ganz, indem er mit der Halshaut verwächst. Von den Kiemen- logen. spalten bleibt nur die erste, als Gehörgang , Pauke und Tuba sich umbildend, alle anderen verwachsen. Bleibt die eine oder andere offen (Hemmungsbildung, Fistuia colli mitunter in einzelnen Familien erblich), so ist dies die angeborene Halsfistel, congenita. Es können die Gänge auch entweder nur an ihrer inneren oder äusseren Oeffnnng sich erhalten: es entstehen dann blinde Gänge, Divertikel, die alle als unvoll- kommene Halsfisteln bezeichnet werden. Die Clavicula, nicht bindegewebig (Bru ch), sondern knorpelig wie die Oiavicula.'C Furcula der Vögel präformirt (Gegenbaur), zeigt ein sehr bedeutendes Wachs- thum, so dass sie im 2. Monat viermal so gross ist, als der Oberschenkel; sie ossificirt zuerst von allen Knochen, in der 7. Woche. Zur Zeit der Pubertät tritt eine sternale Epiphyse hinzu. (Episternale Bildungen müssen von der Clavicula abgeleitet werden, Götte.) Die Clavicula fehlt vielen Säugern (Hufthiere, Raubthiere); bei den Flatterern ist sie sehr gross, beim Kaninchen halb häutig. — Die Scapula ist in erster Anlage mit der Clavicula verbunden Scapuia. (Rathke, Götte), zeigt im 3. Monate einen mitteren Kern, der sich schnell ausbreitet. Von den accessorischen Kernen sind morphologisch interessant die im Rabenschnabel; letzterer bildet zugleich die oberste Partie der Gelenkfläche. Bei Vögeln wächst diese Anlage als Os coracoideum bis zum Sternum, während beim Menschen von der Spitze des Processus coracoideus nur Bandmasse zum Sternum zieht. Der basale, besondere lange Knochenstreif entspricht dem Os suprascapulare mancher Thiere. Sonstige Knochenkerne sind noch: einer im unteren Winkel, zwei bis drei im Akromion, einer in der Gelenkfläche, ein unbeständiger in der Spina. Völlige Consolidation zur Pubertätszeit. — Das Os humeri ossificirt in der 8. bis 9. Woche in der Diaphyse. Weitere Knochen- ffm erus. punkte sind: einer Inder oberen Epiphyse und einer in der Eminentia capitata (1. Jahr), einer im Tub. majus und einer im Tub. minus (2. Jahr), zwei in den](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20387313_0947.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)