Lehrbuch der Physiologie des Menschen : einschliesslich der Histologie und mikroskopischen Anatomie mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Medicin / von L. Landois.
- Leonard Landois
- Date:
- 1880
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Credit: Lehrbuch der Physiologie des Menschen : einschliesslich der Histologie und mikroskopischen Anatomie mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Medicin / von L. Landois. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Thyrioidea Thymus. Pancreas. Leber. Peritoneum und Netz- bildung. entstehen als 2 getrennte Hohlbläschen (C. E. v Baer), die später ein ein- faches Vereinigungsrohr zum Ursprung haben, als Ausstülpungen der Speise- röhre. Die beiden Bläschen wachsen nach dem Typus einer sich verästelnden schlauchförmigen Drüse mit hohlen Sprossen. In den frühesten EntAvickelungs- stadien existirt zwischen dem Epithel der Bronchien und dem der hervor- gesprossten primitiven Lungenbläschen kein wesentlicher Unterschied (S t i e d a). '6. Die Schilddrüse und Thymus lässt Eemak als Ausstülpungen des Darm- rohres im 2. Monate entstehen, die sich später jedoch abschnüren. (Milz und Nebennieren entstehen jedoch nicht in dieser Weise: erstere im 2. Monate; letz- tere sind anfangs grösser als die Nieren). — 4. Das Pankreas entsteht ähn- lich den Speicheldrüsen. — 5. Die Leber beginnt als eine Ausstülpung mit- telst zwei hohler primitiver Lebergänge, die sich verästeln zu den Gallengängen. An ihrer Peripherie treiben jedoch die Gänge solide Zellenmassen, die Leberzellen, die somit auch vom Entoderm abstammen. Schon im 2. Monate ist die Leber gross, sie secernirt schon im 3. Monate (vgl. pg. 328). — 6. Beim Vogel bilden sich noch am Hinterdarme zwei kleine Blinddärmchen. — 7. Ueber das fötale Athmungsorgan, die Allantois wurde besonders gehandelt. Die Innenfläche des Koeloms, die Oberfläche des Darmes und des Me- senteriums überkleiden sich mit einer serösen Haut, dem Bauchfell. Dasselbe trägt den anfangs einfachen Darm in einer Duplicatur oder Falte. Am Magen, der anfangs als eine spindelförmige Erweiterung des Tractus senkrecht steht, lieisst die Falte das Mesogastrium. Später legt sich der Magen auf die Seite und zwar so, dass die linke Fläche zur vorderen, die rechte zur hinteren wird. Hierdurch ist die Insertion des Mesogastriums , die anfangs nach hinten (der Wirbelsäule zu) gewendet war, nach links gerichtet: die In- sertionslinie bildet die Gegend der grossen Carvatur, die sich weiterhin noch mehr krümmt. Von der grossen Curvatur verlängert sich nur das Mesogastrium als ein beuteiförmiger Anhang, welcher die Bursa omentalis ist, soweit abwärts, dass derselbe über das Colon transversum und die Dünudarmschlingen hinweg- reicht. Da das Mesogastrium ursprünglich zwei Platten hat, so muss die von ihm gebildete Duplicatur, der Netzbeutel, natürlich vier Platten haben. Im 4. Monate verwächst die hintere Fläche des Netzbeutels uiit der Oberfläche des Colon transversum (Joh. Müller), 452. Bildung der Harn- und Geschlechtsorgane. ürnieren- gang. Glomeridi und Böhrchen der ürniere. Mündung des Urnieren- Harn- kanälclien. Kapseln. Harnorgane. Als erste Bildung für die fötalen Harnorgane entsteht (beim Hühnchen am 2., beim Kaninchen am 9. Tage) der anfangs solide Ur- nierengang oder Wolffsehe Gang (III, w) aus einer abgelösten Zellenniasse der Seitenplatte, seitlich und etwas dorsalwärts vom Urwirbel, sich vom 5. Ur- wirbel bis zu den letzten erstreckend. Diesem Gange innen aufsitzend entstehen von der Leberhölie abwärts eine Reihe kleiner Schläuche [die beim Hühnchen anfangs mit dem anderen Ende frei in die Peritonealhöhle münden sollen (Kölliker)], welche an ihrem Ende durch Hineinwachsen eines Gefäss- knäuels zu einem dem Glomerulus der Niere ähnlichen Gebilde werden. Die Schläuche verlängern sich, knäueln sich in Windungen und vervielfältigen sich noch durch Zuwachs neugebildeter und mit ihnen in Communication tretender accessorischer Röhrchen (Bornhaupt, Fürbringer). Das Kopfende des Wolff sehen Ganges ist anfangs geschlossen, sein unteres Ende, welches in einer in die Leibeshöhle hinein vorspringenden Falte (Plica urogenitalis, Waldeyer) liegt, öiFnet sich (beim Kaninchen am 11. Tage) in den Sinus urogenitalis. Dicht oberhalb der Ausmündung des Wolff'schen Ganges sprosst die Niere als „Nierengang (Kupffer) aufwärts aus ihm hervor (Kupffer, Götte\ Der verlängerte Gang verästelt sich weiter strauchförmig an seinem oberen Ende, und diese Nebenäste bilden endlich Windungen. Jedes Canälchen gestaltet sich an seinem Ende wie eine gestielte Kautschukblase, die in sich selbst napfförmig eingedrückt ist (Toldt); in diesen Raum dringt der selbst- ständig gebildete Gefässknäuel hinein und wird hier innig umwachsen. Der Nierengang mündet weiterhin selbstständig in den Sinus urogenitalis und](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b20387313_0952.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)