Morphologie der menschlichen Nabelschnur / von Ludwig Adolf Neugebauer.
- Ludwik Adolf Neugebauer
- Date:
- 1858
Licence: Public Domain Mark
Credit: Morphologie der menschlichen Nabelschnur / von Ludwig Adolf Neugebauer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![geformt ist, desto mehr bietet jenes Zunehmen der Windungen an Länge vom Nabe] gegen den Fruchtkuchen hin eine gewisse Stättig- keit dar, so, dass jede folgende Windung etwa in dem Verhältniss länger ausfallt, als die vorhergehende, als diese selbst wieder die ihr voraufgegangene Windung an Länge übertroffen hatte. Je unregelmässiger hingegen die Nabelschnurspirale beschaffen ist, desto mehr wird dieses Verhältniss undeutlich. Seltener sind die Windungen in allen Theilen von gleicher Länge, mit Ausnahme derjenigen Windung, welche zunächst an den Frucht- kuchen anstösst, welche nämlich fast immer mehr gerade ausgestreckt und relativ länger, als die voraufgehenden Windungen zu sein pflegt. Noch seltener aber sind die Windungen gegen den Frucht- kuchen hin kürzer, als nach dem Nabel zu. Dieser Fall tritt bloss bei Nabelschnüren ein, welche mehr oder minder unregelmässig ge- staltet sind. Die Zahl der Windungen steht durchaus in keiner Beziehung zu der Länge der Nabelschnur, und man findet eben so häufig kurze Nabelschnüren mit sehr vielen, als lange Nabelschnüren mit wenig Windungen, und umgekehrt. Da nun aber nicht nur die Zahl der Windungen, sondern auch die Länge der ganzen Nabelschnur auf das Mannigfaltigste variirt, so leuchtet ein, dass sich eine Normalzahl für die Länge der einzel- nen Windungen durchaus nicht aufstellen lässt. Was hingegen den Breitendurchmesser derselben anbetrifft, so variirt derselbe bei regelmässig gewundenen Nabelschnüren am häu- figsten zwischen 15 und 26 Millimetern, steigt aber mitunter bis 30, 35, 40 Mm. und darüber, während andererseits wieder Nabel- schnüren Vorkommen, in denen er auf 14, 12, sogar 10 Mm. redu- cirt erscheint. Er ist im Allgemeinen desto grösser, je länger die einzelnen Windungen sind, und desto gleichmässiger, je regelmässiger die ganze Nabelschnurspirale beschaffen ist. Bei unregelmässiger Beschaffenheit der letzteren ist seine Grösse hingegen durchaus un- bestimmt, und schwankt dann mitunter im Verlaufe einer und der- selben Nabelschnur auf das Mannigfaltigste. Man kann sich von der Richtigkeit dessen, was ich über die Gestaltverhältnisse der Nabelschnur eben gesagt habe, leicht über- zeugen, wenn man an einer Nabelschnur die Blutgefässe nach gesche- hener Entleerung des Blutes aus denselben aufbläst 1). Indem die 1) Es ist dies, beiläufig gesagt, das beste Verfahren, um die Nabelschnur in Bezug auf ihre gewundene Form zu studiren. Auch war dasselbe schon älteren Anatomen](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2244399x_0028.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)