Praktische Diagnostik der innern Krankheiten : mit vorzüglicher Rücksicht auf pathologische Anatomie.
- Sobernheim, J. F. (Joseph Friedrich), 1803-1846.
- Date:
- 1837
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Credit: Praktische Diagnostik der innern Krankheiten : mit vorzüglicher Rücksicht auf pathologische Anatomie. Source: Wellcome Collection.
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![scror Verletzung cntKtaiid, oder iiiii Suppression des 9Io- iiatiliisscs im ursäcldiclien Konnex stcind — mit höchster Waiirsclicinlichkeit auf vorhandene Lungcnluherkeln iiiii. Dersellien Ansicht ist aucli Clark] ihm ist der Bluthusten als diagnostisches Zeichen sehr n ichtig, indem das Erschei* neu desselben vor oder bald nach dem llusteneintritt das Vorhandensein von Tuberkeln höchst wahrscheinlich macht. W iewohl zu jeder Zcitsich cinstellcnd, pilegt er sich doch am häutigsten nach stärkeren Körperanslrciigungen, und zwar in verschiedenem Quantitativverhällnisse, einzustclien. — Nach den Vergleichen von Louis kommt er weit häutiger beim weiblichen als beim männlichen Geschlecht, und zwar am häutigsten bei Frauen vor, die bereits ihre Periode ver¬ loren haben. 5. Bruststiche, auf einer Stelle, meist im oberen Thcil der Brust, tixirt, wo auch die Tuberkelbildung gewöhnlich zuerst beginnt, und von hier auf die oberen Lungenflügel sich verbreitet; oftmals mit konscnsucllen schmerzhaften AfTcktionen in den Schultern, anfangs bald voriibergeheinl, späterhin häutiger sich cinflndend und zuletzt sehr urgireiid. ln dubiösen Fällen steigern nach Clark (1. c. p. 86) die, wenn auch nur geringen Schmerzen in der Schlüsselbcin- gegend den Verdacht vorhandener Lungeiiknotcn. 6. Abmagerung. Sic verdient in dubiösen Fällen beson¬ dere Beachtung. Nach der rciclien Erfahrung Clarkes (1. c. p. 92) bildete sie bei Leuten zwischen 40 — 50 Jahren einen der frühe-sten Zufälle, selbst da, wo weder Husten, Dyspnöc noch Frequenz des Aderschlagcs, noch irgend ein anderes Symptom die Aufmerksamkeit auf. den Zustand der Lungen richtete. Gemeinhin werden i^ solchen Fällen die Störun¬ gen im Digestionsgeschäfte für die Ursache der Abzehrung gehalten; allein diese macht trotz aller dagegen angewand¬ ten Mittel zunehmende Forl.schrittc, und erst wenn dicss eine Zeit lang angehalten, wird der Puls frequent und Nacht- schweissc Anden sich ein. Niemals solle man eine ohne oifenbare Ursache cintretendc Abmagerung gering achten: ist sie von einem frequenten Puls und Entkräftung beglei¬ tet, zumal wenn der Athein dabei bewegt oder beschleunigt ist, so gehe sic — was auch Louis behauptet — meist aus einem Tuberkelleideii der Lungen hervor.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29305032_0441.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)