Praktische Diagnostik der innern Krankheiten : mit vorzüglicher Rücksicht auf pathologische Anatomie.
- Sobernheim, J. F. (Joseph Friedrich), 1803-1846.
- Date:
- 1837
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Credit: Praktische Diagnostik der innern Krankheiten : mit vorzüglicher Rücksicht auf pathologische Anatomie. Source: Wellcome Collection.
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![Sachse (1. c. p. 140) als belästige ihn etwas, was er nicht nennen kann, den unteren Tlieil der Luftröhre wodurch der Stimme ihre Klarheit genommen würde, und was durch Räuspern weggeschaft werden müsste/^ — Die Heiserkeit der Stimme bis zur Aphonie gehört recht eigentlich den Krankheiten des Laryfnx und speciell der im Fortschreiten hegriffenen Laryngophthisis an, und wo sie hei der Tra- ehealschwindsncht in einzelnen Fällen sich darhielet, da lei¬ der Kehlkopf sympathisch mit. Die Sprache ist rauh. 2. Schmerzhafte Empfindung unter dem Manubrium stemiy tcelche sich bis zur jMilte des Brustbeins hinab, in der Rich¬ tung der Bronchien verbreitet» Der Kranke klagt dabei we¬ niger über lebhaften Schmerz als über einen dumpfen Druck und Gefühl von Pressung; diese AlTektion nimmt heim Hu¬ sten, durch Umdrehen oder Zurückhiegen des Kopfes zu, und mindert sich bei stark nach vorn ühergehogeneni Kopfe {Sachse, 1. c. p. 218). 3. Husten, mehr aus der Tiefe kommend, rauh, trocken oder rasselnd, nicht ]ifeifend wie hei der Laryngophthisis, ohne vorausgehendes kitzelndes Gefühl (wie hei der Laryn¬ gophthisis) erfolgend, im späteren Verlaufe des L'ehels mit ErstickvngsanfiiUen verbunden, vorzüglich nach starken Kör¬ perbewegungen oder nach Tisch eich einstellend, wobei die genossenen Speisen unter heftigem Würgen, bisweilen auch unter Erbrechen wieder regurgitirt werden. — Dabei greift der Kranke oftmals nach dem Unterhals (in der Laryngo¬ phthisis nach dem Kehlkopf), M'eil diese Stelle schmerzt (SacA^e, 1. c. p. 222). * 4. Atisvurf, anfangs wässrig speichelartig, spumös, in Fäden dehnbar, später mit Eiter- seltener mit Rliitstrei- fen vermischt. Reaclitungswerth ist es, dass diese Beschaf¬ fenheit des Aiiswurfs meist bis ans Ende der Kraiikheit sich so verhält, und erst hier wird er bisweilen sehr übelriechend, gelb und undurchsichtig, wiewohl er auch dann noch mit vielen wässrig-schäumigen Flüssigkeiten vermischt bleibt, aus welchen er sich wie Itierhefcn senkt (.SacA«e, 1. c. p. 22f>). Risueilen werden unter einem starken Hustenaiifallc knorp¬ lige Stücke ausgeworfen, welche die Gestalt der Uiiigkiior- pel der Luftröhre haben. Auch macht Sachse darauf auf¬ merksam (I. c. p. 227), dass der Kranke die Stelle zwi-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b29305032_0452.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)