Beitrag zur Anatomie des Ganglion ophthalmicum / von Max Reichart.
- Reichart, Max.
- Date:
- 1875
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Credit: Beitrag zur Anatomie des Ganglion ophthalmicum / von Max Reichart. Source: Wellcome Collection.
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![Zwischen deu laugen Wurzeln und den langen Ciliaruerveu kamen in meh- reren Fällen Anastomosen vor. Nur in ganz vereinzelten Fällen kam die lange Wurzel als einfache]- Nerv neben dem Nasociliaris laufend von ramus primus nervi trigemini her. Die Dicke der langen Wurzeln betrug ungefähr 0.2—0.5 Mm. Dieselben variiren sehr in ihrer Dicke. Carl August Bock beobachtete öfters die lauge Wurzel als lockeren Plexus. Schlemm beschreibt einen Faden von der langen Wurzel zum Nervus lacrj-malis. Meyer, Weber und Hildebrand sahen von der langen Wurzel direkt Ciliarnerven abgehen. Einen ähnlichen Fall habe ich ebenfalls beobachtet. Die zu einem einzigen Nervenbündel vereinigte lange Wurzel senkte sich nicht vollständig in das Ganglion ciliare ein, sondern ein Theil derselben ging direkt als Ciliar- stämmchen weiter. Bei Loupenvergrösserung jedoch waren schon Ganglienelemente in ihm nachzuweisen. An 2 Punkten, die mit dem Ganglion ophthalmicum in Ver- bindung standen, zeigte dasselbe die körnige gelbe Anordnung wie das Ganglion selbst. Beim ersten Anblick sah diese Varietät aus, wie wenn das Ganglion ophthal- micum ein Loch hätte. Wiuslov und Svitzer fährten den Ursprung der laugen Wurzel in ein- zelnen Fällen ebenfalls auf den ramus ophthalmicus nervi trigemini zurück. Svitzer sah die lauge Wurzel vom Stamme des supraorbitalis, Pye Smith, Howse und Davies-Colley sahen sie vom Nervus lacrymalis ausgehen. Morgagni, nach ihm Meckel und dann Svitzer wollen einzelne Fälle beobachtet haben, bei denen die lange Wurzel mit der kurzen vom Nervus oculi- motorius eutspraug, Ketzins beobachtete einmal den Ursprung der langen Wurzel vom Nervus abdueens, Otto deu Ursprung des Nervus nasociliaris, der langen Ciliarnerven und der langen Wurzel ebenfalls vom Abdueens. Sehr kurz war diese Wurzel in einem von Valentin beschriebenen Falle, bei dem eine ungewöhnlich stai*ke vasomotorische Wurzel vorhanden war. Nach Hyrtl und Svitzer kann die lan^e Wurzel in einzelnen Fällen voll- kommen fehlen. IS](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21638482_0020.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)