Copy 1, Volume 1
Wörterbuch der Thierheilkunde zum Gebrauch der Thierärzte, Cavallerieofficiere, Landwirthe und aller derjenigen, welchen die Wartung und Pflege der Hausthiere obliegt / nach dem französischen Originale des Herrn Hurtrel D'Arboval, Mitglieds vieler gelehrten Gesellschaften, übersetzt und durch Zusätze aus den besten deutschen Werken über Thierheilkunde vermehrt. Nebst vielen Anmerkungen von Dr. Th. Renner.
- Hurtrel d'Arboval, Louis Henri Joseph, 1777-1839.
- Date:
- 1830-1832
Licence: Public Domain Mark
Credit: Wörterbuch der Thierheilkunde zum Gebrauch der Thierärzte, Cavallerieofficiere, Landwirthe und aller derjenigen, welchen die Wartung und Pflege der Hausthiere obliegt / nach dem französischen Originale des Herrn Hurtrel D'Arboval, Mitglieds vieler gelehrten Gesellschaften, übersetzt und durch Zusätze aus den besten deutschen Werken über Thierheilkunde vermehrt. Nebst vielen Anmerkungen von Dr. Th. Renner. Source: Wellcome Collection.
592/674 (page 584)
![Noch neulich f)a6«t wir eine fehr fcf>5nc fech8j%«9e, feit 5 9J?onatent trdchtige ©tute wegen allgemeiner Söinbgefcf^roulfl] ju behanbeln gehabt,, bei weldjer bie Urfadje bet Äranfheit lebtgltcf> in bet Berreifung einiget SrondhenblaSchen gefugt »erben fonnte. SiefeS fei)t feurige 5li)iet »at: on einen SNijlfartn gefpannt, ben eS einen fef)t fteilen $ügel i>inauf§og.. hierbei erhielt eS einen fef)t unfertigen ^eitfdjenijieb, bet eS ju übermd^ f iget 33efd)teunigung feines ©angeS vermochte. Salb batauf huffete bie'©tute: heftig, wobei fte t>iet Slut aus N?unb unb Nafe verlor. Sie Unfälle von i ■jpujlen unb Slutftürjen erneuerten ficf> mehrere Sage hinter einanber,, unb als biefelben nachliefen, entwicfelte ftch bie SDBinbgefrf>wulffc, welche1 balb allgemein unb beträchtlich würbe, ©elbft bie ©pifce bet Öhren war: bavon eingenommen, unb baS Solum beS ÄorperS würbe ungeheuer., kleine oft wieberhotte Slutentjiehungen, fowohl an ber cfjalSvene, alS: an beiben subcutaneis beg Shorap, welche vor ber volljianbigen ©nt- tvicflung beS ©mphpfemS vorgenommen würben, votlfommene Nuhe, gdnjs liehe ©ntfiefjung aller feften Nahrungsmittel, allgemeines unb fortgefefcteS > schreiben unb baS 2luflegen von Secfen, waren bie einzigen Mittel, web = che man anwanbte unb auf bie bie erwünfchtejfe Sefferung folgte. 3Bit: glauben nicht, bajj in biefem Salle bie Sungenpleuta jerriffen war, inbcmi ft'ch fonfb bie Suft in bie Sruffh^hle ergoffen unb bie Bufammenpreffung i ber Sunge Ijcrbcigefuhrt h^en würbe, was nicht flattfanb. 3m ©egem thetl ftnb wir bet Meinung,, baf bie ©chleimmembran bet Sunge unvet— le£t blieb, unb baS in ben Sronchen enthaltene ©aS ftch in bie Bwifchem geühaut ber Sungenflügel ergof unb anfangs eine locale SBinbgefchwulft: erzeugte, weld>e ftch halb übet ben BmerchfellmuSfel (wohin fte nicht am = berS, als längs bet SSroncfjen unb von bort jwifchen bet Pleura unb' ben Sruffwdnben gelangen fonnte), unb von ba über bie aufern Steile' verbreitete, ©nblid) fonnen baS ©mphpfem bet Sunge unb bie ©rgiefung; von Suft in bie Srujlhohle noch bie golge von einer heftigen ©rfchüttes • rung ber Sunge unb von Betteifungen fepn, bie burch ©chldge ober, zufällige ©tofe gegen bie Nippen hecbcigefüf>rt ftnb. 5BaS auch immer bie Urfacbe fepn mag, von Welcher bie SBinbges^ fd)Wulft betrügt, fo bilbet fte boch, wenn oberflächliche Sheile eingenom*; men ftnb, eine weiche, flache, fchmerjlofe, elaffifche, weit verbreitete unb' nicht von ©rhohung ber ^auttemperatur begleitete ©efchwulfl, bie ftch am fangS auf bie Nachbarfdhaft ber SBunbe befchtdnft, ftch bann ober mehr ober weniger gcfchwinb auSbreitet unb juleijt allgemein wirb. Surch bie gehobenen $autbebecfungen werben alle formen verwifdjt. Srücft man auf bie ©efdjwuljf, fo bleibt ber ©inbrucE beS Singers nidht batin fte* hen, unb^ man h6rt ein ähnliches Äniftern, Wie wenn man eine halb mit: Suft gefüllte, troefne Slafe brütft, welches von bet auS einer Belle in bie anbere übergehenben Suft herrührt. Ätopft man auf bie gefchwollene ©teile, fo ift ber £on hohl. Sicfe Äennfcidjen reidjen hm, um baS ©tm phpfem von bem 2lnafarfa unb Sebent ju unterfcheiben. ©lücflidjerwcife arbeitet bie Natur felbfl barauf l>in, ber ©ntwief* lung beS ©mphpfem ein 3iel ju fefen. Sie ©ntfünbung bet StBunbrdn* ber führt balb eine foldje ©efdjwulfl: herbei, bajj ftch feine Suft mehr er* giefen fann. Sief war unferer SNeinuitg nach bei ber von uns behan*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28745802_0001_0592.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)