Copy 1, Volume 1
Wörterbuch der Thierheilkunde zum Gebrauch der Thierärzte, Cavallerieofficiere, Landwirthe und aller derjenigen, welchen die Wartung und Pflege der Hausthiere obliegt / nach dem französischen Originale des Herrn Hurtrel D'Arboval, Mitglieds vieler gelehrten Gesellschaften, übersetzt und durch Zusätze aus den besten deutschen Werken über Thierheilkunde vermehrt. Nebst vielen Anmerkungen von Dr. Th. Renner.
- Hurtrel d'Arboval, Louis Henri Joseph, 1777-1839.
- Date:
- 1830-1832
Licence: Public Domain Mark
Credit: Wörterbuch der Thierheilkunde zum Gebrauch der Thierärzte, Cavallerieofficiere, Landwirthe und aller derjenigen, welchen die Wartung und Pflege der Hausthiere obliegt / nach dem französischen Originale des Herrn Hurtrel D'Arboval, Mitglieds vieler gelehrten Gesellschaften, übersetzt und durch Zusätze aus den besten deutschen Werken über Thierheilkunde vermehrt. Nebst vielen Anmerkungen von Dr. Th. Renner. Source: Wellcome Collection.
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![fd)lag gebilbet, bet tt>nf)t*fdf?cinUd> babutd) entftanben iff, bap bet Äalf bie gallertartigen unb fettigen Sbeilc ber dpdute aufgelof’t, fid) mit il)neit verbunben, unb eine im 2Ba(fer unauflösliche ÄalEfeife gebilbet l>at; ec tragt jur Sedorganifation ber #ditte bei, unb legt bad faferige ©ewebe, bie fefte ©atnblagc becfeiben, blop, inbem er bie übrigen SSeffcanbt^ette auffaugt. Sened @emebc würbe juleljt biefelbe gerfe^ung crleiben, wenn ed ber Einwirfung bed Äalfd ju lange audgefe^t bliebe. 9?ad)bem bie dpdute fyinreicfyenö gefd)tvellt ftnb ^ werben fte burd) SSaffer gezogen unb gefd)abt, um fte vom dtalE gtünblid) ju reinigen, ttnb an beffen ©teile bie 2ol)e treten 51t laffen, bereit abjfringitenbe 3H)eil* d)en in bie erweiterten fPoren bed 2eberd einbringen, unb alle leeren gel- len mit einer fdutnipwibrigen ©ubffanj .and füllen, welche and ber Serbin* buttg bed ©arbeftoffed mit bem ©allert]Ioff entjM)t; biefe ©ubftanj um* hüllt nach bem 3$ertrocEnen bie dpautfafern in ber Tfrt, bap baraud ber gefdjmetbtge Körper entfielet, weld)en wir 2eber nennen. S^ttn (dpt ftd) aber nicht benfen, bap, nad)bem alle ber Snulnip un* terworfene S3ejlanbtl)eite ber r^aut gerfc^t worben ftnb unb neue 23erbin* bttngen eingegangen l)aben, bad 2eber nod) 51t anftecfenben Emanationen bie fßeranlaffung fepn fonne. Surd) biefed 33erfaf)rett bei’m ©arben wirb ftdjerltd) alle ©efal)c ber 2lnftecEung befeitigt, unb fdjott burd) ben blopen Äalf fönnte biefe SSBirfung gewip vollEommen erreicht werben. @d)on 33icq*b’2Cjpr dupertc bie 2fnftd)t, bap bie $dute burd) Einweichen in Äalfmiltf) bie Eigenschaft verlieren müpten, eine anftecEenbe ÄranEbeit burd) 33erüf)tung ober Emanationen fortgttpflangen. Eine fotd)e gortpflanjung fann aber nur leid)ten .K6tpetd)en jitgefd)tieben werben, bie wie ein fcbablidjet ©auerteig ben .Keim ber ©dl)rung in bie lebenbe «paut ober ©d)leim()aut eintmpfen, mit ber fte in S3erül)rung fommen, unb von ber fte abforbirt werben* ©obalb biefe .Körpetdjett nidit mehr epifiirett, fontten fte aud) feine Unorbnung mel)r ftiften. ©lebt man biefed ju, fo fd)eint ed ffattl)aft, bap getviffc eiqenbd bierju verpflid)tete 2fbbecEer, vielleid)t unter blufftd)t eined fPolijeicfftcian* ten, bie an Epijootien crepirten S£t)!cre ablebern unb bie >f)dute äugen* blicElid) einem benachbarten gewiffenhaftcn ©arbet überliefern, ber fte ber oben erwähnten SSehanblung unterwirft. Sie Sorffchuljen mupten gleich* falld für bie ftrenge Befolgung ber SSorfdjriften forgett unb verantwort* lid) gemacht werben, ‘iluf biefe 3trt würbe einedtheild bad fjutereffe ber Einzelnen gewahrt, unb auf ber anbertt ©eite allem gefährlichen Utt* terfd)leif vorgebeugt fepn, welcher bei einem allgemeinen Verbote ber 25e= nu^ttng ber fraglichen Jpdtttc gewip mehr ober weniger ffattftnbet. Ed ftnb und übrigens SSeifpiele genug von biefent 2Wipbrattd)e beEanttt. SSorbettgenbc 33 eh an blutig bei Epijootien. — Sie furchtbaren ©d)lage, weld)e eine SSiehfeitche ber 2anbwirthfd)aft eines gattjen Siftcictd verfemen fann, machen bie vorbettgenbeit Mittel ju einem ©egeitftatib von f)6d)fler 5öid)tigEeit, unb eine beffdttbige 33orftd)t gegen eine folche Sattbplage notl)ig. Ser Diaum geftattet und nicht, biefett ©c* genftanb foE>r auefül)rlid) jtt behaubelu; fonbertt wir muffen und barnit](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28745802_0001_0626.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)