Die Medizin der Talmudisten : nebst einem Anhange : die Anthropologie der alten Hebräer / von Joseph Bergel.
- Bergel Joseph, 1802-1885.
- Date:
- 1885
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Medizin der Talmudisten : nebst einem Anhange : die Anthropologie der alten Hebräer / von Joseph Bergel. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
56/108 (page 42)
![den Oele das Geschwüre (Gittin 70,1). Dieses Mittel soll auch für den weissen Aussatz heilsam sein. ^ss-^n avvayxi], Cynanche, Geschwulst am Gaumen- segel, oder vielmehr Entzündung der Mandeln, oder des Rachens überhaupt. Um dieses Uebel zum Stillstande oder zur Zertheilung zu bringen wird angerathen Rad. Pyrethre, Bertramwurzel, oder Springgurke, Momordia in den Mund zu nehmen (was auch von Plinius XX, 2 gegen Zahnschmerzen empfohlen wird). Die Geschwulst zu reifen, sollen grobe Kleien, Linsen, Bockshorn, Hopfenblüthen gemischt und davon Nussgross in den Mund genommen werden. Soll die Ge- schwulst geöffnet werden, so blase man die Körner unreifer Datteln oder weisser Krebse mittelst eines Röhrchens in den Mund. Endlich die Heilung des Abszesses zu bewirken soll die Erde aus der Nähe eines Abortes mit Honig vermischt geschluckt werden (Gittin 69,1). Ni'l^tca ^^jn Ohrenschmerz. Gegen ein solches Leiden wurde empfohlen: Die Niere einer kahlen Ziege werde kreuz- weise eingeschnitten und auf glühende Kohlen gelegt, der hierdurch herausquellende Saft werde lauwarm in das Ohr hineingelassen. Oder man nehme einen Maikäfer, brate ihn und lasse dessen Fett in's Ohr hinein. Nbriü Milzanschwellung. Gegen dieses Uebel wurde folgendes Heilverfahren angerathen: Sieben Blutegel werden im Schatten getrocknet und täglich 2—3 Stück in Wein ge- nossen. Oder man nehme die Milz einer Ziege, die noch nicht geboren hat, werfe sie in einen Ofen, stelle sich ihr gegenüber und spreche: „So wie diese Milz eintrocknen wird, so soll auch die Milz des N. N. vertrocknen. Oder man brate einen Fisch am Feuer eines Schmiedes, esse denselben mit dem Schmiedewasser und trinke dabei dasselbe Wasser, (etwa des Eisengehaltes wegen?). — Bei einer Ziege, welche oft solches Wasser getrunken hatte, fand man keine Milz. —](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21717394_0056.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)