Die Sehnenreflexe und ihre Bedeutung für die Pathologie des Nervensystems / von Maximillian Sternberg.
- Sternberg, Maximilian, 1863-1934.
- Date:
- 1893
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Credit: Die Sehnenreflexe und ihre Bedeutung für die Pathologie des Nervensystems / von Maximillian Sternberg. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![ein und die Sehnenphänomene erlöschen. Man kann dadurch leicht zu falschen Schlüssen über die Ursache des Ausfalls der Sehnen- phänomene verleitet werden. *) Es ist sehr zweckmässig, am Schlüsse eines jeden Versuchs über ein Sehnenphänomen zur Controle den Nerv des betreffenden Muskels zu durchschneiden, und nun den Versuch zu wiederholen, damit man sicher sei, dass man es wirklich mit einem Sehnonphänomen und nicht mit mechanischer Erregung von Nerven oder Muskeln durch die Er- schütterung zu thun gehabt habe. War die Zuckung durch ein Sehnen- phänomen bedingt, so muss sie nach der Unterbrechung der Nerven- leitung aufgehoben sein.**) In der folgenden Untersuchung gehen wir von dem gewöhnlichsten Phänomen, von den Sehnenreflexen im engeren Sinne aus. Die Vor- gänge, welche durch den Schlag auf die Sehne zunächst hervor- gerufen werden, seien sie nun Erregung sensorischer Nerven, oder rein physikalische Erschütterung, können drei Wege einschlagen : Sie können entweder auf Nervenbahnen direct aus der Sehne austreten, oder sich zu dem an der Sehne befestigten Muskel oder zu dem Knochen fortpflanzen, an dem die Sehne sich inserirt. Die nächste Aufgabe wird sein, diese drei W^ege von einander zu trennen und getrennt zu studiren. Abschnitt 4. Die Function der Sehne beim Sehnenphänomen. Wir beginnen mit dem ersten der drei im vorigen Abschnitte erwähnten Wege, mit der Untersuchung der Frage, ob der Schlag auf die Sehne von dieser aus direct als Erregung in eine sensorische Nervenbahn geleitet wird. Nerven der Sehnen sind seit Sachs [623] mehrfach nachgewiesen worden. Rollet [603] fand Nervenendigungen in der Sehne des M. sterno- radialis beim Frosche, konnte aber durch keinerlei Eeize von der Sehne Reflexe auslösen, weshalb er bezweifelt, ob diese Nervenendi- gungen überhaupt sensorischer Natur seien. *) Die Angabe von de Watteville [761], dass das gekreuzte Kniepliänomen fehlt, wenn das Femur gebrochen wurde (S. 43) und die daraus gezogenen Schlüsse beruhen auf einem solchen Vorgange. **) Über Täuschungen bei solchen Versuchen vgl. Steniherg [692. S. 260 Anm.]](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21079043_0057.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)