Ueber die Hautdrüsen der Frösche und über die Bedeutung der Fettstoffe : zwei physiologische Abhandlungen / von F.M. Ascherson.
- Ascherson, F. M.
- Date:
- [1840?]
Licence: Public Domain Mark
Credit: Ueber die Hautdrüsen der Frösche und über die Bedeutung der Fettstoffe : zwei physiologische Abhandlungen / von F.M. Ascherson. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The University of Glasgow Library. The original may be consulted at The University of Glasgow Library.
30/40 page 32
![q3 osscr Kvyslallc von Stearin oder LciclicnrcLt. Ilr. Dr. Bölim hat in den Cliolcraicichen in der Spitze der Darmzollcn einen in eine Zelle eingeschlossenen Oeltropfco gefunden und he- merkt, dass dieser Tropfen sich durch die Maceralion in einem oder in mehreren Tagen in eine feste Masse umwandelt, die durch Druck ähnlich der Krystalllinse in conccntrische Stücke zerbricht. Diese analoge Beobachtung, so wie die Regelmäs- sigkeit der Körper, die ich so eben beschrieben habe, lassen vermuthen, dass diese auch durch die Zersetzungs-Metamor- phose einer mit Oel gefüllten Zelle entstehn, und dass diese Zelle, deren constante Dimensionen ziemlich genau mit Wag- ner's Messungen des Keimflecks bei einem Vogel übereinstim- men (s. ]. c. Fig. XXX. J.), nichts anders ist als der primi- tive Zustand des Keimflecks, des Keimbläschens, oder, wenn man will, des ganzen Eis. Ich muss indessen fürchten, dass der natürliche Wunsch eine Theorie annehmlich zu machen, die mir gleichzeitig viele Wahrscheinlichkeit und eine grosse Leichtigkeit in der Erklä- rung mehrerer interessanter physiologischer Probleme darzu- bieten scheint, mich schon verleilet hat die Geduld meiner Leser zu missbrauchen. Ich werde mich deshalb darauf be- schränken die hauptsächlichsten Thatsachen, die durch diese Theorie erklärt werden können, nur anzudeuten. Aber ich werde mich, nachdem ich nachgewiesen zu haben glaube, dass das Fett eine conditio sine qua non bei der Bildung der thie- rischen Gewebe ist, nicht der Mühe überheben können nachzu- weisen, wie diese elementare Substanz dahin geführt wird wo sie im Organismus nöthig ist. Nach Schwann's Ansicht, die ich durch die hier vor- getragene Theorie der Zellenbildung einigermasscn unterstützt zu haben glaube, sind oder waren alle festen Theile und selbst die Körperchen in den Flüssigkeiten, z. B. die Blutkörperchen, Zellen. Es ist nicht zu bezweifeln, dass es das Blut ist, wel- ches alle Theile des Körpers mit den Stofibu versieht, aus denen neue Zellen gebildet werden, d. h. nach meiner Theorie](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21468345_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


