Physiologie des Menschen und der Säugethiere / Rene du Bois-Reymond.
- René Du Bois-Reymond
- Date:
- 1908
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Credit: Physiologie des Menschen und der Säugethiere / Rene du Bois-Reymond. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Die weissen Blutkörperchen. ihre Gestalt beliebig zu änclein, durch selbstständige ]3ewegungen von einem Ort zum^mdern zu kriechen, und durch Umfassen und Umschliessen Fremdkörper iu sich aufzunehmen. An den Leukocyten von Warmblütern lässt sich dies nur unter besonders günstigen Bedingungen beobachten, da sie meist sehr schnell absterben. Die Lymphkörperchen vom Frosch dagegen halten sicli im mikro- skopischen Präparat stundenlang. Zwischen Haut und Muskulatur des Frosches finden sich fast auf der ganzen Körperoberfläche freie Räume, die mit einer klaren Flüssigkeit, der Lymphe, gefüllt sind, in der Leukocyten schwimmen. Durch Vergiftung mit Curare kann man eine gcwi.sse Schwellung des Frosches hervorrufen, und dadurch die Lymphmenge vermehren, sodass man nur eine Pravaz'sche Spritze durch die Haut einzustechen und vollzuziehen braucht, um eine Anzahl Objectträger mit Lymphe zu beschicken. Die Be- wegung der Lymphkörperchen, die man auf diese Weise unter das Mikroskop bringt, ist aber eine so langsame, dass sie bei dauernder Beobachtung nicht gut zu erkennen ist. Erst nach einigen Minuten wird man gewahr, dass die Form des beobachteten Körperchens, sich allmählich verändert hat. Fig. 3. Leukocyt vom l'roscli in vorschicdenen Bewogungszustiiiulon. n.ach Eiigelraaiin. Wenn man sich aber von einem bestimmten Körperchen eine Skizze macht, und dies etwa Jede Minute wiederholt, erhält man eine Reihe Bilder, die die Bewegung darstellen. Man kann auf diese Weise die ausserordentlich ausgiebigen Formänderungen nach- weisen, die in jeder Hinsicht denen der freilebenden einzelligen Protozoen (Amöben) gleichen. Die Befähigung der Leukocyten, sich selbstständig zu bewegen, zusammengehalten mit der Thatsache, dass man sie an allen mög- lichen verschiedenen Stellen des Körpers antrifft, legt die Vor- stellung nah, dass sie durch die Tntercellularräumc der Gewebe hindurchzuschlüpfen vermögen. Insbesondere ist durch Cohnheim.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24756507_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)