Physiologie des Menschen und der Säugethiere / Rene du Bois-Reymond.
- René Du Bois-Reymond
- Date:
- 1908
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Credit: Physiologie des Menschen und der Säugethiere / Rene du Bois-Reymond. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image!['2(1 Die Reaclion des Blutes. Gesammtconcentralioii mul Gefrieipunlii. (lerer licdeuliiiig sind die IvalksaJze. nanicntlicli (.'alciunijjliospiial. Eine besonders wiclilige Rolle spielen, wie schon Ijemcrki. I»eini StofiVechsel die Gase, vor allem der Sauerstoff und die Itei der Oxydation in den Geweben entstehende Kolilensäure. Der Sauer- stoff ist nun zwar, wie oben angegeben, dei' Ifauplmenge nach an das Hämoglobin der Blutkörperchen gebunden, aber einerseits kann diese lose Bindung nur bestehen, solange die unigcl)eudf l'.hn- tliissigkeit liinreicliend mit Sauerstoff gesätligl isl. auderiTsi-ii.s können die Körperzellen den SauerslotT Jiicliv unmittelbar aus den rothen Blutkörperchen entnehmen, da sie Ja mit ihnen niehi in Berührung kommen, sondern sie erhallen ihn von dei' JjlutHüssig- keit, die stets eine gOAvisse, wenn auch geringe Menge Sauerstoff absorbirt enthält. Viel grösser ist die Menge der im Plasma ent- haltenen Kohlensäure, von der nur ein kleiner Theii einlach ab- sorbirt. eine viel grössere Menge an die Alkalien gebunden isi. Durch blosse Absorption enthält die lllultlüssigkeil ferner noch ge- ringe Mengen Stickstoff und Argon, die sich indiffereni verhalten. Die Reaction des Blutes. Bei diesen mannigfachen He- standtheilen ist es erklärlicJi. dass sich die Reaction des ßluies nicht ohne weiteres angeben lässt. Man findet beim Priifeji mit Lakmuspapier, oder besser mit in Lakmuslösimg getränkten Täfelchen aus porösem Thon, alkalische Reaction. und spriclii deshalb all- gemein von der Alkalinität des Blutes. Hiermit ist indessen nm- der Gehalt des Blutes an basischen Substanzen bezeichnet. Das Blut enthält aber auch saure Salze, deren Säurewirkune in gewissen Fällen hervortritt. Sobald das Blut zum Zweckender Untersuchung mit der Luft in Berührung gebracht wird, scheidet es Kohlensäure aus. und muss also schon dadurch stärker alkalisch erscheinen als es im natürlichen Zustande gewesen ist. Jeder Zusatz von Probeffüssigkeiten bedingt ebcnla l> Veränderungen in der Zusammensetzung des Blutes, die auf <lie Reaction Einlhiss liaben können. h]s dürfen deshalb als maass- .vebend für die Reaction des im Körper eirculirenden hhncs nur Untersuchungen angesehen werden, bei denen die erwähnten lehler- „uellen vermieden sind. Eine solche Methode ist die ßesiimmung der lonenconceniration auf elektrischem AVege die genau neutrale Reaction ergiebt. Diese Thatsache, die auch für die Keaciion des lebenden Gewebes im allgemeinen gilt, ist von grosser hedeuiung für die Untersuchung der chemischen Umsetzungen des (.esammi- organismus. i v i ,., Gosammtconcentration und G elr lerpunk i. .\u.s dym- .selben Gesichtspunkt i.st es von Interesse, die Gesammicoi.ceniral.uii der Blutflüssigkeit kennen zu lernen. Nach den allgeme^non (u- setzen der Diffusion gelöster Stoffe gehen diese aus Losungen höherer Conccntration von selbst i ^^««^0 'cdrigerer o^^^^ centration über. Die Bedingungen für den Austritt, von Nalnstofte aus dem Blut ins Gewebe oder von verbrauchter Substanz aus d^m Gewebe ins Blut werden also wesentlich v.-rsehieden sem, je na.Mi-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24756507_0042.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)