Die Laryngoskopie und die laryngoskopische Chirurgie / von Victor v. Brunw ... Mit einem atlas von 8 Tafeln.
- Victor von Bruns
- Date:
- 1873
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Credit: Die Laryngoskopie und die laryngoskopische Chirurgie / von Victor v. Brunw ... Mit einem atlas von 8 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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![den Spiegel, wenn er vollkommen rein ist, bloss über die Lampe zur Erwärmung hält], verstellt sich von selbst, bildet aber immer nur eine Ausnahme von der Regel. Nach dem Eintauchen in heisses Wasser, das nur wenige Se- kunden dauern darf, wenn es sehr heiss ist, namentlich bei Glas- spiegeln, deren Silberbeleg sonst leicht verdorben wird, wird der Spiegel mit weicher Leinwand sorgfältig abgetrocknet und durch Anhalten desselben an Hand und Wange sein Wärmegrad geprüft, damit er nicht eher in den Mund des Kranken eingeführt wird, bis er zu dem erforderlichen, der Körperwärme gleich kommenden Wärme- grade abgekühlt ist. Wird der Kehlkopfsspiegel nicht hinreichend erwärmt in die Rachenhöhle eingeführt, so gibt sich dieses sofort dadurch zu er- kennen, class die Spiegelfläche sich mit einem Feuchtigkeitsanfluge bedeckt, welcher die Entstehung oder Wahrnehmung des Spiegel- bildes verhindert. Dasselbe ist auch namentlich bei Glasspiegeln der Fall, wenn sie innerhalb der Mundhöhle zu bald erkalten, dann stellt sich bei jeder Exspiration des Kranken ein solcher Feuchtig- keitsanflug ein, welcher bei jeder stärkeren Inspiration gänzlich wie- der verschwindet, so dass unter diesen Umständen der Spiegel be- ständig abwechselnd hell glänzend und wieder trübe erscheint. Die übrige Anordnung richtet sich ganz nach der gewählten Beleuchtungsweise. a) Untersucht man bei Sonnenlicht und zwar bei Sonnenlicht welches nur durch den Beleuchtungsspiegel reflectirt wird, so muss sich der Kranke auf einen Stuhl setzen, nahe an dem Fenster, durch welches die Sonne in das Zimmer herein scheint, den Rücken der Sonne zugekehrt, so dass die Sonnenstrahlen über den Kopf des Kranken hinüber auf das Gesicht des dicht vor demselben sitzen- den Arztes fallen, der hier in der oben näher bezeichneten Weise seinen Platz genommen hat. Der Arzt hält den Beleuchtungsspiegel mit Handgriff in der linken Hand vor das eine Auge, durch das Centralloch hindurchblickend, oder was viel bequemer ist, er be- festigt sich den Beleuchtungsspiegel mittelst des oben beschriebenen Stirnbandes an seinem Kopfe in der Weise, dass beide Augen dicht über den obern Umfang des Spiegels hinweg in den geöff- neten Mund des Kranken hineinsehen. Die linke Hand des Arztes](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21031988_0053.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


