Beiträge zur Therapie der chronischen Metritis / von J. Cohnstein.
- Cohnstein, Isidor, 1841-1894.
- Date:
- 1868
Licence: Public Domain Mark
Credit: Beiträge zur Therapie der chronischen Metritis / von J. Cohnstein. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Capitel Vin. Wenden wir uns nun zu der Mediation, die sich direct auf die Gebärmutterhöhle erstreckt, so begegnen uns unter den ältesten und früher am häufigsten angewendeten Mitteln die suf- titus (suffumigia). Bereitet aus Gummiharzen, Balsamen, (ex olibano, gummi ammoniaco, sandaraca, tacamahaca, succino, benzoe, cinnabari, myrrha, ture, pice, salvia etc.) wurden die suffitus meistentheils durch Trichter (per infundibulum) in die Uterushöhle geleitet. Bei A m b. P a r e204) ist ein Posthornförraiges Instrument zu ihrer Anwendung angegeben, eine pessiforme Uteri ventilabrum, dessen stumpfes, zur Einführung in den cervix be- stimmtes Ende mit zahlreichen Oeffnungen versehen, während an dem weiteren unteren eine manucla zur Regulirung der Dämpfe angebracht ist. Zur Befestigung des Instruments sind Bauch- gurte angefügt. Was die Wirksamkeit dieser Behandlung anlangt, so galten bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts nach des Hippocrates Anschauung205) „suffitus aromatum muliebria ducit,“ die Räu- cherungen als Excitantia, quae oscula venarum aperiunt, die die lo- cale Blutcirculation im Uterus beschleunigen. Erst Rieh. Me ad206) lenkte die Aufmerksamkeit der Gynaekologen darauf, die suffitus in ihrer die Secretion beschränkenden Wirkung zu gebrauchen und empfahl sie zur Unterdrückung langwieriger Leucorrhoen, die ja eigentlich immer die Metritis begleiten. Einen grossen Erfolg -scheinen die suffitus in der Mead'sehen Auffassung nicht errun- gen zu haben, wenigstens keinen grösseren, als die in ähnlicher symptomatischer Absicht, zur Beseitigung schmerzhafter Paroxysmen im Verlauf der chronischen Metritis, später empfohle- nen Chloroform-Dämpfe (Hardy 207) und Aran 208)], und die Kohlensäure [Simpson 209) ]. Ist auch die con tr ahir ende Wirkung der Kohlensäure zur Einleitung der künstlichen Frühgeburt von Scanzoni benutzt worden, so scheint bei den mangelnden Resultaten und 2<)4) Amb. Pare, Cap. XLVIII. de uteri strangul. curatione, p. 466. 205)o Hippocrates, Aphor. Sect. V. No. 28. p. 105. 20B) Rieh. Mead. 1. c. p. 105. 207) Hardy, Dublin quat. Journ. August 1853. 2tw) Aran, Bullet de th^rap. Janv. 30, 1855. 2Ü9) Simpson, Edinb. ined. journ. July 1856.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22383487_0072.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)