Die Fäzes des Menschen im normalen und krankhaften Zustande : mit besonderer Berücksichtigung der klinischen Untersuchungsmethoden / von Ad. Schmidt und J. Strasburger.
- Adolf Schmidt
- Date:
- 1910
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Credit: Die Fäzes des Menschen im normalen und krankhaften Zustande : mit besonderer Berücksichtigung der klinischen Untersuchungsmethoden / von Ad. Schmidt und J. Strasburger. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![findet mau unter normalen A^erhältnisscn beim Verreiben der Fäzes im Gias- mörser ausser kleinsten eben nocli erkennbaren Zellnloserosten keine 'ijiakro- skopischen Bestandteile, so dass man, wenn solche erscheinen, krankhafte Ver- hältnisse annelmien darf. Die Art derselben kann aber vorläufig nur ganz all- gemein als Insuffizienz der Zellulose- resp. Stärkeverdauung bezeichnet werden. Ohne Prohediät kann man nur sagen, dass, je feiner verarbeitet der Kot ist, um so besser auch die Verdauung war. Im übrigen gestattet das Wieder- erscheinen makroskopischer Pflanzenreste keinen Rückschluss auf eine Verdauungs- störung. 2. Pathologische Produkte der Darmwand. a) Schleim. «) Erkennung: Die Erscheinungsweisen des Schleims, dieses inbezug auf Häufigkeit und diagnostische Bedeutung bei weitem wichtigsten Absonderungs- produktes, im Stuhl können ausserordentlich mannigfache sein, sie können so sehr von dem, was man gewöhnlich unter Schleim versteht, abweichen, dass Ver- wechselungen mit Gewebsfetzen (aus der Darmwand oder der Nahrung) und selbst mit Parasiten [Taenien, EchinokokkusmembranenG] gar nicht selten sind. Gegen dieselben schützt nur ^ündliche Isolierung der einzelnen Schleimteilchen. Grössere Flocken kann man leicht mit der Pinzette fassen und in Wasser reinigen; kleinere erkennt man am besten, wenn man den Kot mit Wasser verdünnt resp. verreibt (s. S. 11) und in dünner Schicht an einer gegen das Licht gehaltenen Glaswand hinabfliessen lässt. In zweifelhaften Fällen muss man das Mikroskop zu Hilfe nehmen (s. später). Die chemische Untersuchung hat bisher nur wenig Nutzen gebracht, dagegen kann unter Umständen die makroskopische Fäi- bung zur Aufklärung beitragen [Pariser^), Kaufmann^), Schmidt^)]. Diese wird folgendermaassen ausgeführt: Einige Flocken des Schleimes werden in Wasser gut gereinigt und in einem Keagenzglase mit Sublimatalkohol (2‘/2pmz.) geschüttelt (zur Härtung und damit grössere IHocken zerfallen, wobei man eventl. einen Glasstab zu Hilfe nimmt). Sodann lässt man sedimentieien und giesst destilliertes Wasser auf, das man mit einigen Tropfen der sog. Triazidlösung (1 g Elirlieh- Biondisches Dreifarbengemisch von Grübler-Dresden auf '60 g Arp dest.) versetzt. JNacli b Minuten wird wiederum sedimentiert, abgegossen und die Hocken mit dcstilhcitem Wassm ge- waschen. — Einhorn5) färbt neuerdings aucli ohne vorausgegangene Subiimathartung, ebenso L0rentzen•*), der u. a. Thionin und Methylenblau verwendet. Dabei färben sich Schlcimflockeri, wenn sie nicht zu zellrcich odei fetthaltig sind, grün oder blaugrün, alle anderen tierischen Gewebsbestandteile (au.ssci Nuklein) rot. Rllanzliche Gewebe können nicht zum Vergleiche heiangezogcn werden. V^oraussetzung für das Gelingen der Probe ist ferner, dass die Reaktion der fraglichen Teile nicht zu weit vom Neutralen ab\\eicht. ß) Gesanitmcnge und Grösse der einzelnen Flocken: Die Menge des auf einmal entleerten Schleimes kann von Spuren bis zu kolossalen Massen variieren, derart, da.ss der ganze Stuhlgang nur aus Schleim besteht, izoaid ) D 2) 1893. Nr. 41. Sven Akcriund, Arch. f. Vcrdaiumgskrankhciten. I. 18!)(i. S. 39h. Sitzung des Vereins für innere Medizin vom 5. Mai 1893. Dcutselic mcd. Wochensci . 4) o) n) 7) New-Yorker med. Monatsscdir. 189.Ö Zeitsehr. f. klin. .Med. 32. 1897. Arch. f. Vcrdauungskranklicitcn. IV Arch. f. Verdauungskrankheiten. X Xov. 1898. S. 4.Ü9. 1904. 22.'). u) AFCii. I. V tIUclUUiig»Ki<mniU/ioivii. ..x. ^ (»«rlc 7) Contribution h Tcluclc de renlorile fnucü-mcmbnineusc. Umso do laus.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28112313_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)