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Credit: Untersuchungen über den Bau der Lymphdrüsen / von W. His. Source: Wellcome Collection.
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![I richtigen, den ich im ersten Artikel dieser Arbeit Bd. X. p. 33C begangen habe, da ich dort von interalveolaren Lymphgefässen spreche; diese an- geblichen Lymphgefässe sind eben die Drüsenschläuohc der Marksubstanz. Nachdem wir im Bisherigen den Bau der Lymphdrüsen und das Ver- hältniss ihrer Substanzen zu einander im Allgemeinen skizzirt haben, werden wir auf die Drüsentheile im Einzelnen näher eintreten müssen, und zwar beginne ich mit der Verfolgung der Lymphbahn. — Treibt man eine gefärbte Masse, am besten gefärbten Leim, sorgfältig in das zuführende Gefäss einer Lymphdrüse ein, so sieht man zunächst, wie dies längst bekannt ist, dass das Gefäss in der Begel noch bevor es die Drüse erreicht in mehrere Aeste sich spaltet, die in einem bestimmten] District der Drüsenoberfläche sich ausbreitend in weitere feine Zweige zerfallen, welche schliesslich die Drüsenhülle durchbohren und so in das Organ selbst sieh einsenken. Hat einmal die Masse ihren Weg durch die Drü- senhülle gefunden, so verbreitet sie sich rasch an der Oberfläche des be- treffenden Drüsendistrictes und zwar erhält man zunächst Bilder, die gleichfalls längst bekannt, obwohl in verschiedener Weise gedeutet sind. Man sieht nämlich , dass die rundlichen Abtheilungen , die schon vor der Anfüllung sichtbar waren, von der gefärbten Masse aufnehmend, stärker sich vortreiben, dabei nimmt man nicht selten wahr, wie je eine von diesen Abtheilungen von den pinselförmig divergirenden sehr feinen Zwei- gen eines Astes des Vas afferens umfasst wird, ferner sieht man (Fig. 6), dass die fraglichen rundlichen Abschnitte nicht durchweg von einander isolirt sind, sondern da und dort durch Brücken von gefärbter Substanz mit einander verbunden werden. Donders (Physiologie l. 319) giebt eine Schilderung von der Ausbreitung der Chylusgefässe an der Oberfläche der Mesenterialdrüsen, die nicht mit der eben gegebenen Darstellung har- monirt. Nach ihm breiten sich die Vasa inferentia unmittelbar unter der durchscheinenden Hülle zu einem regelmässigen Netz aus, welches'die äussern Läppchen genau begränzt und woraus auf der andern Seite wie- derum Stämme von Lymphgefässen (Vasa efferentia) entstehen. Durch dieses Netz soll der Chylus, wie Donders annimmt, die Drüsen vollständig umgehen können und direct aus den Vasa afferentia in die efferentia Ubergehen. Remak (Entw. der Wirbeith. p. 109) legt auf das fragliche Netzwerk gleichfalls grosses Gewicht und nennt es die einzige sichere Thatsache, die sich auf das Verhalten der Lymphgefässe zu den Lymph- bevor ich selbst so glücklich war, überzeugende Injectionen der Marksubstanz zu Stande zu bringen, die Zuvorkommenheit gehabt, mir einige seiner Präparate vorzuzeigen, allein die ungünstigen Verhältnisse, unter denen ich mir sie an- sehen konnte, mögen wohl die Schuld sein, dass sie damals auf das ürtheil, wel- ches ich mir über die Verhältnisse gebildet hatte, in keiner Weise modificirend wirkten. Zu einer Umgestaltung meiner frühern Auffassung gelangte ich erst, als es mir gelang, mit undurchsichtigen Massen (chromsaurem Blei) die cavernösen Räume in der Umgebung der Drüsenschläuche vom Vas afferens aus anzufüllen und dabei die Drüsenscbläuche selbst von Masse frei zu erhalten.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22286457_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)