Grundzüge der Hygiene : unter Berücksichtigung der Gesetzgebung des Deutschen Reichs und Oesterreichs; für Studierende an Universitäten und technischen Hochschulen, Aerzte, Architekten, Ingenieure und Verwaltungsbeamte / von W. Prausnitz und Paul Th. Müller.
- Wilhelm Prausnitz
- Date:
- 1899
Licence: Public Domain Mark
Credit: Grundzüge der Hygiene : unter Berücksichtigung der Gesetzgebung des Deutschen Reichs und Oesterreichs; für Studierende an Universitäten und technischen Hochschulen, Aerzte, Architekten, Ingenieure und Verwaltungsbeamte / von W. Prausnitz und Paul Th. Müller. Source: Wellcome Collection.
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![Luncre und Zecken dorf verwenden zu ihrer Bestim- mung ein etwa 100 ccm fassendes Pulverglas mit doppelt durch- bohrtem und mit zwei Glasröhren in bekannter Weise armiertem Kautschuckstopfen. Dieses Glas wird mit genau 10 ccm einer \'5oo Normalsodalösung, welche mit Phenolphtalein rot gefärbt ist, gf-efüllt. Dann wird durch das eine Rohr, welches mittelst eines Schlauches mit einem 70 ccm fassenden Kautschukballon in \^erbindung steht, die äussere zu untersuchende Luft ein- gepumpt. Der Ballon besitzt zwei Ventile, welche so einge- richtet sind, dass der Ballon die Luft immer nur in einer Richtung ein- und austreten lassen kann. Durch die Einwirkung der Kohlensäure wird das kohlensaure Natron der Lösung in dop- peltkohlensaures Natron (Na2COs-f CO.'-|-H.-O = 2NaHCOa) verwandelt, die Lösung wird entfärbt und durch die Entfärb- ung die Endreaktion angezeigt. Man kann dann den CO^- gehalt der Luft aus der Anzahl der zur Entfärbung notwen- digen Ballonfühungen nach einer beigegebenen Tabelle ohne jede weitere Titration und Berechnung entnehmen. Noch kompendiöser ist der von W o 1 p e r t angegebene Luft prüf er (C a r b ac i do m e t e r). Derselbe besteht aus einem kleinen graduierten Glascylinder, in welchen man durch einen beweghchen, mit einer zentralen Bohrung versehenen Kolben so lange Luft eintreten lassen kann, bis die vorher eingefüllte Titerflüssigkeit (mit Phenolphtalein versetzte Soda- lösungj neutralisiert ist. Die genauere Beschreibung des praktischen, für orientierende \''ersuche vollständig genügenden, übrigens auch sehr bilHgen Apparats wird demselben beige- geben. Ammoniak ist ebenfalls in der Luft stets vorhanden, wenn auch in sehr wechselnder und gewöhnlich nur in geringer Menge (hundertstel eines Milligramm pro Kubikmeter Luft). Es bildet mit der auch niemals fehlenden Kohlensäure, Salpeter- und salpetrigen Säure, die Salze dieser drei Säuren [(NH4>C03,NH4N03, NH4NO2]. Es entsteht bei der Zersetzung stickstoffhaltiger, organischer \erbindungen, geht in die Atmosphäre über und wird aus dieser durch die atmosphärischen Niederschläge Regen, Schnee, Nebel) ausgewaschen; diese enthalten daher stets Ammoniak. Die srerinpfen Mengen Ammoniak, welche sich gewöhnlich](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21210317_0111.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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