Grundzüge der Hygiene : unter Berücksichtigung der Gesetzgebung des Deutschen Reichs und Oesterreichs; für Studierende an Universitäten und technischen Hochschulen, Aerzte, Architekten, Ingenieure und Verwaltungsbeamte / von W. Prausnitz und Paul Th. Müller.
- Wilhelm Prausnitz
- Date:
- 1899
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Credit: Grundzüge der Hygiene : unter Berücksichtigung der Gesetzgebung des Deutschen Reichs und Oesterreichs; für Studierende an Universitäten und technischen Hochschulen, Aerzte, Architekten, Ingenieure und Verwaltungsbeamte / von W. Prausnitz und Paul Th. Müller. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![da sie die Anilinfarben unter gewöhnlichen Verhältnissen nicht leicht aufnehmen, wenn sie sie aber aufgenommen haben, sehr energisch festhalten. Die gebräuchlichsten Färbemetoden sind die von Ehrlich und weiterhin die von ß. Fränkel-Gabett (s. Seite 22 u. 23). Der R otzbacillus, B. mallei (Löffler-Schütz [Fig. 22]),, hat ungefähr die Grösse der Tuberkelbacillen, ist nur etwas ^ breiter als jene und auch nicht beweglich. Er findet (^^y^l^/j sich stets in den sogenannten Rotzknötchen der haupt- '^^'^ sächlich bei Pferden und Eseln (bei Rindern nicht) vor- Fig. 22. Rotz- kommenden Rotzerkrankungen. Die Infektion erfolgt (Verg-r. beim Menschen gelegentlich durch kleinere Verletz- bacillus. (Vergr. 1000-fach). ,y^gg^-, (^g^ Haut; sie fühft sicher zum Tode. Auf er- starrtem Blutserum bildet er bei 37° kultiviert zahlreiche kleine durchscheinende Tröpfchen, auf Kartoffeln einen braunen^ kleisterähnlichen Belag. Am besten gedeiht er auf Glycerin Agar- Agar in Form eines mattweisslichen, durchsichtigen Streifens. Der Mil zb r a n db a ci 11 M s, B. A nth r acis (PoUender, Davaine, Koch) (Fig. 23) findet sich im Blut und in den Or- ganen der an Milzbrand gestorbenen Tiere. Er gehört zu den grössten Bacillen; die Stäbchen sind 3—20 jx lang und 1.0—2.5 [x breit, die Enden sind scharf abgeschnitten. In Bouillon kultiviert wächst er zu langen Fäden aus. Die Bacillen sind unbeweglich. Auf Nährsubstraten (niemals im Tierkörper) bildet er bei günstiger Temperatur 18—42* (Optimum bei 30°) Sporen, welche sehr re- sistent sind. Die Sporenbildung tritt erst bei beginnender Erschöpfung des Nährbodens ein. Der Milzbrand- bacillus ist auf den verschiedenen Nährböden leicht zu kultivieren. Auf Gelatine entstehen sehr charakteristi- sche Kolonien (Fig. 24), indem vom Centrum aus in grossen Mengen viel- fach gewundene, peitschenförmige Fäden auswachsen. Kleinere Tiere, Mäuse, Kaninchen und Meerschweinchen sind für Milzbrand sehr empfänglich und sterben ein bis zwei Tage nach der Jm- Milzbrandbacillen (\'ergr.'lOOü-fach.) ^ =^^ S ^^S^''UJ-' Fig Milzbrandkolonien a) tiefliegend. b oberflächlichj auf Gelatine. (Vergrösserung 60-fach.)](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21210317_0078.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)