Das periphere Geruchsorgan der Säugethiere : eine vergleichend anatomische Studie / von Prof. Dr. E. Zuckerkandl.
- Emil Zuckerkandl
- Date:
- 1887
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Credit: Das periphere Geruchsorgan der Säugethiere : eine vergleichend anatomische Studie / von Prof. Dr. E. Zuckerkandl. Source: Wellcome Collection.
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![mehr als wahrscheinlich, dass die gruppirten Familien, auf der einen Seite die Ursiden, Musteliden und Caniden, auf der anderen die Feliden, Viverriden und Hyäniden, verwandtschaftlich sich näher stehen als die beiden Hauptgrup])en. Literatur: J. D. Busch, System der theoretischen und praktischen Thierheilkunde. Marburg 1886, Bd. 1. Bei dem Hunde und der Katze sind die Blättchen des Siebbeines sehr schneckenförmig gewunden, und dieser Knochen ist, besonders beim Hunde verhältnissmässig sehr gross. Eine wahrscheinliche Ursache des scharfen Ge- ruchs der fleischfressenden Thiere. Harwood, 1. c. Hund. „Die Seitenfortsätze (Riechwulst) des Siebbeines — neigen sich zu dem gewundenen Baue. Cuvier, 1. c. Bei der Zibethkatze zeigt die wahre Nasenmuschel einen sehr ein- fachen Bau. Er ist selbst einfacher als der der Wiederkäuermuschel. R. Owen, 1. c. Die Nasenmuschel der Carnivoren ist vielfach in Unterabtheilungen geschieden. R. Owen, 1. c. Die Nasenmuschel des Löwen ist nicht ästig. H. iMilne Edwards, Le^ons sur la Physiologie, Tom. XI, Paris 1874. Die wahre Nasenmuschel ist bei den Carnivoren und Wiederkäuern gross; sie occupirt bei den Fleischfressern beinahe die ganze vordere Partie der Nasenhöhle. Harwood, 1. c, schreibt den Katzen ästige Muscheln zu. Cuvier, 1. c. Die wahre Nasenmuschel des Bären ist ähnlich wie bei den Wieder- käuern gewunden. Cuvier, 1. c. Die Carnivoren besitzen keine Kieferhöhlen, überhaupt fehlen diese Höhlen im Allgemeinen bei allen jenen Thieren, deren Oberkieferbeine keinen Orbitalboden bilden (Nager, Edentaten). Cuvier, 1. c. Die Fischotter und desgleichen der Iltis besitzen keine Keilbein- höhlen. Blumenbach, 1. c. Ursus arctos. Raucae et murmurantis saltim vocis, sed ut vulgo notum est, acutissimi odoratus animai numerosas et enormes fere sinus fron- tales habet, cum ipsi olfactu ivestigare sit necessum radices sub terra latentes, mella in caveis arborum abscondita etc. Derselbe. Mustela martes habet mediocres sinus frontales eosqne innumeris lamellis tenuissimis intertextos. Zibellina hic est similis marti. Derselbe. Caninum geniis magnos habet sinus et sagacissimo eorum odoratui pares. Derselbe. Felis catus. In hoc animali sinus frontales ipsam odoratus officinam quod ad partem constituunt, cum ossa turbinata suprema in ipsis delitescant. VIII. Wale. Delfin. Von der Nasenhöhle i.st nur ein Theil des hinteren Nasenraumes vorhanden, der grössere Antheil der Nasenhöhle mitsaramt dem Siebbeine und der Nasenmuschel fehlt und an Stelle eines vor- deren und oberen Nasenraumes schliessen die beiden Kieferbeine Wand](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21474175_0063.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


