Anthropologische Bemerkungen ueber die Papuas der Maclay-Küste in Neu-Guinea / von N. von Miklucho-Maclay.
- Nicholas Miklouho-Maclay
- Date:
- 1873
Licence: Public Domain Mark
Credit: Anthropologische Bemerkungen ueber die Papuas der Maclay-Küste in Neu-Guinea / von N. von Miklucho-Maclay. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
15/32 (page 11)
![Wasser eingerieben, so dass eine dicke Kruste auf dein Kopfe gebiidel wird; nach Wegnalune derselben erscheinen die Haare braun und sogar bell gelb. Bei Kindern, besonders bei Mädchen, wird diese Operation oft wiederholt; bei Kna- ben bis zum Alter der Beschneidung (gegen 15 oder 14 Jahr) lässt man die Haare nicht länger als 5 bis 6 Cm. wachsen, nach der Beschiieidung wird dem Haare und dem Kopfputze viel Aufmerksamkeit geschenkt; man lässt es die Länge von über 10 Cm. erreichen (selten länger als 14 Cm.), kämmt es mehr- fach am Tage mit dem grossen langzähnigen Banibukamme aus, reibt es mit junger Cocosnuss und verschiedenen Erd- arten ein. Bei ])esondern Festen und Besuchen in benachbarten Dörfern, sieht man gewöhnlich die männliche Papuajugend sich gegen- seitig aufputzen: dabei wird das Gesicht, zuweilen auch der Rücken liemalt, die Haare ausgekämmt und gefärbt. An- fangs werden dieselben (mittels einer Muschel) mit geschabter Cocosnuss eingerieben, damit die Farbe besser haftet; dann werden die Haare sorgfältig mit dem langen Bambukamm aus- gekämmt, wobei die einzelnen hervorragenden Locken abge- schnitten werden, so dass die Haare eine ziemlich gleichmässig- hohe, dichte Perücke Ijilden. Nach dieser Operation sieht man keine einzelnen Locken mehr, sondern eine gekräuselte Haarmasse, wo man bloss einzelne Haare, nicht einzelne Locken sieht. Jetzt wird entweder der ganze Kopf oder nur ein band- artiger Theil um's Gesicht mit rother Farbe (Surru) eingerieben; im letzten Falle, werden die Haare am Hinlerhauple schwarz ge- färbt. Einzelne junge und sämmtliche ältere Papuas brauchen zum Haarfärben nur schwarze Farbe (Kumu). Dann wird um den Kopf 1 oder 2 aus dünnen PandanusblatIstreifen zier- lich geflochtene ßändchen geschlungen und mittels dei- an den Enden des Bändchens angebrachten hölzernen Nadeln am Hin- icrbauptc befestigt; diese Bändchen sollen das Herabfallen der Haarmasse nach vorn vei-hindern. Der grosse Bambukamm, l)oi jungen Leuten nur mit einer Feder geziert, wird vorn](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22273578_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)