Beitrag zur normalen Anatomie des menschlichen Auges : "ist man berechtigt, den Perichoriodalraum und den Tenon'schen Raum als Lymphräume aufzufassen" / von Fritz Langer.
- Langer, Fritz
- Date:
- 1891
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Credit: Beitrag zur normalen Anatomie des menschlichen Auges : "ist man berechtigt, den Perichoriodalraum und den Tenon'schen Raum als Lymphräume aufzufassen" / von Fritz Langer. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![|407] 1^*8 meu8chlich(.'. Auge. ^'^ Grunde ist auch das pericliorioidale Maschenwerk sehr deutlich ausgeprägt und besteht aus Bindegewebsbalkeu, die wie beim Menschen sich von der Choidoidea zur Sclera hinüberziehen und allenthalben mit Pigmentzellen bedeckt sind. Untersucht man dagegen das Auge des Igels, das eine sehr stark gewölbte, nahezu bis an den Äquator reichende Cornea besitzt, so sieht man den Ciliarnuiskel an den meisten Schnitten einer und derselben Serie derart von Pigment durchsetzt, dass manchmal kaum etwas von Muskelsubstanz wahrzunehmen ist. Bei diesem Thiere fehlt nun der Pericliorioidalraum vollständig, sicherlich nur aus dem Grunde, weil bei der Kleinheit des Auges überhaupt, dann in Folge des relativ schwachen Ciliarmuskels und der geringen Länge der Chorioidea (liegt ja doch der M. ciliaris fast im Äquator) die Verschiebung zwischen Chorioidea und Sclera nur eine ganz minimale sein kann, wenn Uberhaupt je eine solche zu Stande kommt. An Stelle der beim Menschen sehr locker gewebten Suprachorioidea und der in derselben befindlichen Spalten sieht man beim Igel zwischen Chorioidea und Sclera sehr dichtes, pigraentirtes Gewebe, das seiner Lage nach ganz der Lamina fusca sclerae entspricht, aber bedeutend stärkere Dimensionen zeigt und nur scheinbar Lücken enthält, denn diese erweisen sich bei starker Vergrösserung immer von kernhaltigen Scleralfasern ausgefüllt. Versucht man an einem dünnen Schnitte des Igelauges durch Zupfen mit zwei Präparirnadeln die Cho- rioidea von der Sclera zu trennen, so gelingt dies nicht. Stets bleibt die Aderhaut mit jener der Lamina fusca sclerae ent- sprechenden pigmentirten Lamelle in innigem Zusammenhange; aber auch diese ist mit den Scleralfasern fest verwachsen. Auch von einem Spaltraume zwischen Bulbus und den Augenmuskeln ist nichts wahrzunehmen, ausgenommen eine sehr kleine Spalte am Orte der grössten Verschiebung zwischen Sehne und Sclera, also unmittelbar unter der ersteren, v^ährend unter der eigent- lichen Muskelsubstanz, zwischen ihr und der Sclera sich genau so wie beim Menschen dichtes Bindegewebe vorfindet, das nach und nach in das retrobulbäre Fettgewebe übergeht (Fig. 10). Noch prägnanter sind diese Verhältnisse beim Maulwurfe, wo von einem Räume zwischen der sehr wenig pigmentirten Chorioidea und der sehr dünnen Sclera keine Spur vorhanden ist,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635353_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)