Beitrag zur normalen Anatomie des menschlichen Auges : "ist man berechtigt, den Perichoriodalraum und den Tenon'schen Raum als Lymphräume aufzufassen" / von Fritz Langer.
- Langer, Fritz
- Date:
- 1891
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Credit: Beitrag zur normalen Anatomie des menschlichen Auges : "ist man berechtigt, den Perichoriodalraum und den Tenon'schen Raum als Lymphräume aufzufassen" / von Fritz Langer. Source: Wellcome Collection.
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![^401] Das monsehliche Auge. ebenso bedarf der Ausspruch Toidt's: * „In denselben (Lücken lUr Arterien, Nerven und Wirbelvenen) sind die genannten Gebilde durch lockeres Bindegewebe mit dem Gewehe der Sclera verknüpft, etwa so, wie wir es an vielen anderen Orten finden, wo Gefässe oder Nerven eine stärkere Fnscie durchsetzen einer Correctur, nämlich in Bezug auf die Vene. Ferner muss die Ansicht Fuchs':^ „von allen Communioationen sind die Lymph- räume um die Venen am weitesten dahin riclitig gestellt werden, <lass ein perivasculärer Raum um die Vortexvenen, der nach innen und nach aussen offen ausmündet und daher den Tenon'- schen Raum mit dem perichorioidalen Räume in Verbindung setzen könnte, wie dies Fuchs behauptet, gar nicht existirt. Es bleibt also noch die Frage offen, wieso die Injections- masscn trotz des Mangels einer perivasculären Lymphspalte mit der Vene aus dem Perichorioidalranme in den Tenon'schen Raum gelangen, da ja dieser Vorgang bei jedem Injections- versuche zu sehen ist. Zur Erkenntniss dieses Factums ist es vortheilhaft, die eingespritzte Flüssigkeit auf ihrem Wege zu verfolgen, das heisst, mau muss Objccte untersuchen, bei denen die Injection noch nicht so weit gediehen ist, dass der Tenon'sche Raum auch schon gefüllt wurde und sich die Masse im ganzen Verlaufe der Vene im Sderalcanale um dieselbe herum befindet, weil in solchen Fällen niciit mehr oder nur sehr schwer zu erkennen ist, welche Gewebsspalten die Injectionsmassen zum Durchtritte benützen. Ich gebe in Fig. 3 die Abbildung eines Schnittes aus einer meridionalen Schnittserie; die Vene ist nicht in ihrer ganzen Länge während ihrer Passage durch die Sclera getroffen, da ja diese Gefässe selten rein meridional verlaufen. Die Injection wurde mit einer Lösung von Berlinerblau gemacht, und zwar so, dass die Masse unter sehr gelindem Drucke nur so lange ein- gespritzt wurde, bis sie an der Aussenfläche des Bulbus als blauer Punkt sichtbar wurde. Bei der Betrachtung der Zeichnung fällt sofort auf, dass die Injectionsmasse an der äusseren (vorderen) ' L. c, S. 585. - L. c, S. 55, wo von den Communicationen des Perichorioidal- raiiines mit dem Tenon'schen Räume die Rode ist.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21635353_0009.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


