Die Photographie des Augenhintergrundes / von Friedrich Dimmer ; mit 53 Figuren im Text and 15 Tafeln.
- Friedrich Dimmer
- Date:
- 1907
Licence: Public Domain Mark
Credit: Die Photographie des Augenhintergrundes / von Friedrich Dimmer ; mit 53 Figuren im Text and 15 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
24/194 page 8
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![M der Kamera entworfen. Um das direkt von L ausstrahlende Licht vom Objektiv abzuhalten, ist zwischen diesem und dem Hohlspiegel ein durchbohrter Schirm P P angebracht. Ein zweiter Schirm S dient dazu, um den Patienten vor dem etwa umherspritzenden Blitzpulver zu schützen. Bei Zirkonlicht betrug die Expositionszeit ^'2 Minute, bei der Ney'schen Magnesiumlampe ^ji Minute. Vom Blitzlichtpulver wurden Dosen von ^'2 — 1 Gramm in Gebrauch gezogen. Der Reflex an der vorderen Fläche der Glasplatte, welche die Wasserkammer ab- schliesst, ist leicht durch eine geringe Seitwärtswendung des Kopfes abzulenken. Ein weiterer Vorteil der Wasserkammer, auf den Meissner (28) aufmerksam gemacht hat, besteht darin, dass das vom Spiegel reflektierte Licht sehr diffus in das atropinisierte Auge dringt, so dass eine schädliche Blendung bei der Aufnahme ausgeschlossen ist. Auch ist eine umfangreiche Beleuchtung des Augenhintergrundes ermöglicht. ]\Iit Magnesiumblitzlicht gelang Gerloff etwa jede vierte Aufnahme. Die Platten waren Chromoplatten von Gaedicke, die mit Hydro- chinon, Eikonogen oder Pyrogallol entwickelt wurden. Das der Ab- handlung von G. beigefügte Bild (Fig. i, Taf. I) zeigt den Augen- hintergrund mit guter Schärfe in der Ausdehnung von ca. 2,5 Papillen- durchmessern. Das Bild, soweit es Details des Augenhintergrundes zeigt, hat einen Durchmesser von etwa 9 mm, die Papille ist 3,5 mm gross. Die Vorzüge des Bildes bestehen also in der Schärfe und in der Abwesenheit störender Reflexe, die Mängel desselben in dem relativ zu kleinen Gesichtsfelde. Gerloff bezeichnet zum Schlüsse seiner Auseinandersetzungen seine Methode selbst als noch ,,immerhin mühseUg und unsicher. Jedenfalls ist ihm das bleibende Verdienst zuzusprechen, dass er als erster durch zielbewusste Anwendung einer neuen Methode ein gutes Bild des menschlichen Augenhintergrundes hergestellt hat, das in der Tat weit besser ist als die Bilder mancher seiner Nachfolger. Der nächste, der sich mit der Photographie des Augenhinter- grundes beschäftigte, war G u i 11 o z , dessen Arbeit im Jahre 1893 er- schien (23). G. bezieht sich zunächst auf eine Methode, die er im Jahre 1892 zu dem Zwecke angegeben hat, um den Augenhintergrund auf einfache Weise binokular zu untersuchen. Sie besteht darin, dass man mit einem undurchbohrten Spiegel und einer Lupe das umge- kehrte Bild des Fundus leicht sehen kann, wenn der Rand des Spiegels der Gesichtslinie des Untersuchten angenähert ist. Man kann aber auch den Spiegel weglassen und die Lichtquelle direkt 30—50 cm vor dem Auge aufstellen. Um nun auf diesem Wege ein Photogramm](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21174866_0024.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)