Die Photographie des Augenhintergrundes / von Friedrich Dimmer ; mit 53 Figuren im Text and 15 Tafeln.
- Friedrich Dimmer
- Date:
- 1907
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Credit: Die Photographie des Augenhintergrundes / von Friedrich Dimmer ; mit 53 Figuren im Text and 15 Tafeln. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![ständen ganz scharf ausgezeichnet. Dass auch bei der durch Fig. lo erläuterten Aufstellung scharfe Bilder zu erhalten sind, wenn die Person während einer kurzen Zeitaufnahme ganz ruhig bleibt, zeigt Fig. i auf unserer Tafel II (40, 41, 42). 1902 berichtete auch Thorner (38) über seine Versuche, den Augenhintergrund der Katze mit einem photographischen Apparate auf- zunehmen, der mit Thorner's im Jahre 1899 publizierten reflexlosen Augenspiegel in Verbindung gesetzt war. Die Aufnahmen wurden mit Blitzlicht gemacht und zwar nach demselben Prinzipe, das er auch zur Aufnahme des menschlichen Augenhintergrundes verwendet hat und das sogleich näher besprochen werden soll. Ich habe dann an demselben Orte, an dem diese Pubhkation Thorners erschienen war, über meine bisherigen Erfolge kurz berichtet (39). Die ausführliche Mitteilung über die Versuche an Tieren, die N i k o 1 a e w im Laboratorium von D o g i e 1 angestellt hatte, erschien 1903 (43). Zunächst wird mitgeteilt, dass der Apparat von Guinkoff ohne jedes Resultat angewendet wurde. Guinko ff nahm mit Sonnen- licht das aufrechte Bild auf. Bei diesem Verfahren bekam N i k ö 1 a e w regelmässig Vertrocknung der Kornea durch den Einfluss der Wärme- strahlen, wogegen auch eine Alaun-Cuvette nichts nützte. Nikolaew schritt deshalb zu Versuchen mit dem grossen Liebrei chschen Ophthalmoskop. Die Tiere wurden kurarisiert und mit künstlicher Atmung am Leben erhalten. Mit dem Curare wurde gleichzeitig behufs Erweiterung der Pupille Atropin in die Vena cruralis eingespritzt. (Es ist nicht klar, warum die Mydriasis nicht durch Eintropfen von Atropin in den Konjunktivalsack erzeugt wurde. Nikolaew sagt, dass beim Eintropfen von Atropin in den Konjunktivalsack [Lö- sung von I : 1000 destilliertes Wasser] die Kornea ,,bei Abwesenheit der Lidbewegungen sehr rasch eintrocknet, weshalb die direkte Injektion des Atropins in das Blut vorgenommen wurde. Ebenso un- verständlich sind die Bemerkungen über die bei Kaninchen ausge- führte Einträufelung von Kokain in das Auge. Dabei wurde die Lösung rasch wieder mit Wasser ausgespült und durch eine neue Portion ersetzt. Es heisst dann: ,,durch solche Spülungen suchten wir die intensive Wirkung der aus der Lösung sich ausscheidenden Kokain- kristalle auf die Hornhaut hintanzuhalten, da dieselbe unter dem Ein- flüsse dieser Kristalle ihre Durchsichtigkeit rasch einbüsst.) Die Lichtquelle war ein Auerbrenner, als Objektiv wurde zuerst ein Steinheil'scher Orthostigmat 1:6,8 mit 120 mm Brennweite, später ein Zeiss-Anastigmat i : 6,3 mit 140 mm Brennweite verwendet.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21174866_0037.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)